Ocugen spaltet derzeit die Gemüter an der Wall Street. Während eine neue Analystenstudie ein massives Kurspotenzial ausruft, wetten Leerverkäufer zunehmend gegen das Biotech-Unternehmen. Im Zentrum dieses Tauziehens stehen vielversprechende, aber riskante Gentherapie-Daten.
Klinische Daten befeuern Fantasie
Die Investmentbank Canaccord Genuity sorgte kürzlich für Aufsehen. Analystin Whitney Ijem startete die Bewertung der Papiere mit einer Kaufempfehlung und einem ambitionierten Kursziel von 12 US-Dollar. Dieser Optimismus stützt sich primär auf die klinischen Ergebnisse des Kandidaten OCU410. In einer Phase-2-Studie zur Behandlung von geografischer Atrophie zeigte die Gentherapie eine Reduzierung des Läsionswachstums um 46 Prozent.
Zudem traten bei den behandelten Patienten keine schwerwiegenden Nebenwirkungen auf. Das ist ein entscheidender Faktor für die weitere Zulassung in einem Markt, der schätzungsweise zwei bis drei Millionen Patienten umfasst und somit ein erhebliches kommerzielles Potenzial bietet.
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Die Skepsis der Leerverkäufer
Trotz dieser positiven Signale aus der Forschung reagierte der Markt zuletzt abweisend. Ein Blick auf die Positionierung der Marktteilnehmer liefert die Erklärung für den Verkaufsdruck. Die Leerverkaufsquote kletterte auf über 16 Prozent des frei handelbaren Aktienbestands. Mit fast 51 Millionen leerverkauften Aktien und einer „Days to Cover“-Ratio von knapp zehn Tagen hat sich ein beachtliches Bärenlager gebildet. Diese Investoren zweifeln offenbar an einer reibungslosen kommerziellen Umsetzung der Pipeline.
Auf dem aktuellen Kursniveau von 1,99 Euro spiegelt sich diese Zerrissenheit wider. Zwar verzeichnet der Titel auf Sicht von zwölf Monaten noch immer ein beeindruckendes Plus von über 300 Prozent, die jüngste Schwäche zeigt jedoch die Nervosität der Anleger angesichts der gegensätzlichen Marktkräfte.
Die extreme Diskrepanz zwischen dem durchschnittlichen Wall-Street-Kursziel von 7 US-Dollar und dem Ausreißer von Canaccord Genuity unterstreicht das hohe Risikoprofil. Solange die Shortseller ihre Positionen in dieser Größenordnung aufrechterhalten, dürfte die Volatilität bei dem Biotech-Titel hoch bleiben, bis weitere regulatorische Meilensteine eine klare Richtung erzwingen.
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