OHB Aktie: Allianz für Milliardenprojekt
Der Raumfahrtkonzern OHB bündelt mit Airbus und Rheinmetall seine Kräfte, um den Zuschlag für das Satellitenprojekt SATCOMBw 4 zu erhalten. Das Vorhaben könnte dem Unternehmen einen Umsatzanteil von bis zu 3,3 Milliarden Euro bringen.

Kurz zusammengefasst
- Strebt Allianz für Milliardenprojekt der Bundeswehr an
- Bereitet Serienfertigung für Satellitenkonstellation vor
- Verzeichnete 2025 Rekordauftragsbestand und Umsatzplus
- Plant Umsatzsteigerung auf 1,7 Milliarden Euro bis 2027
Auf dem heute endenden Munich Space Summit präsentiert sich die OHB SE mit einem geschärften Profil. Der Bremer Raumfahrtkonzern rückt zunehmend militärische Projekte in den Mittelpunkt seiner Strategie. Dabei spielt die neu aufgebaute Kapazität zur Serienfertigung von Satelliten eine entscheidende Rolle für ein anstehendes Großprojekt der Bundeswehr.
Gemeinsam zum Großauftrag
Im Zentrum der Bemühungen steht das geplante LEO-Kommunikationsnetzwerk SATCOMBw 4. Um sich den Auftrag mit einem geschätzten Gesamtvolumen von acht bis zehn Milliarden Euro zu sichern, strebt OHB ein gemeinsames Angebot mit Airbus und Rheinmetall an. Die Vorbereitungen laufen bereits auf regulatorischer Ebene: Am 20. März meldete das Unternehmen ein Fusionskontrollverfahren für ein Gemeinschaftsunternehmen mit der Rheinmetall Digital GmbH an.
Die Einbindung des Branchenriesen Airbus reduziert zwar den prozentualen Arbeitsanteil der Bremer, erhöht laut Analysten von NuWays jedoch die Chancen auf den Zuschlag signifikant. Im Erfolgsfall rechnen die Experten mit einem Umsatzanteil von 2,7 bis 3,3 Milliarden Euro für OHB.
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Ausbau der Produktionskapazitäten
Um eine derartige Größenordnung bedienen zu können, hat der Konzern seine industrielle Basis im Vorfeld umgebaut. Die verlagerte OHB Sweden AB sowie die OHB Vogtland GmbH – ehemals eine TechniSat-Fabrik – sichern nun die Massenproduktion elektronischer Komponenten. Damit positioniert sich das Unternehmen als europäischer Satellitenbauer mit nachgewiesener Expertise in der Konstellationsfertigung.
Solides Fundament für weiteres Wachstum
Finanziell ist die Ausgangslage für diese Expansion robust. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 steigerte OHB den Umsatz um 21 Prozent auf rund 1,25 Milliarden Euro bei einem bereinigten EBIT von 84 Millionen Euro. Der feste Auftragsbestand markiert mit 3,19 Milliarden Euro ein neues Allzeithoch.
Auf dieser Basis kalkuliert das Management für das laufende Jahr 2026 mit einer Gesamtleistung von 1,4 Milliarden Euro und einer EBITDA-Marge von etwa elf Prozent. Bis 2027 soll der Umsatz auf 1,7 Milliarden Euro ansteigen. Den nächsten detaillierten Einblick in die operative Geschäftsentwicklung liefert der Konzern am 7. Mai 2026 mit der Vorlage der Ergebnisse für das erste Quartal.
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