OHB Aktie: KKR-Verkauf unbestätigt – Rekordzahlen im Rücken
Ein Verkauf von OHB-Anteilen durch KKR ist nicht bestätigt. Das Raumfahrtunternehmen glänzt mit Rekordauftragsbuch; die Gründerfamilie behält die Kontrolle.

Kurz zusammengefasst
- KKR hat keinen Verkauf von OHB-Anteilen bestätigt
- Kartellamt prüft Milliardenprojekt SATCOMBw mit Rheinmetall
- OHB erzielte 2025 Umsatzrekord von 1,24 Milliarden Euro
- Volles Auftragsbuch sichert hohe Kapazitätsauslastung
Operativ läuft es bei OHB SE so gut wie nie. Am Kapitalmarkt sorgen derweil Spekulationen über eine mögliche Platzierung von Anteilen durch den Großaktionär KKR für Bewegung in der Aktie.
Was bestätigt ist – und was nicht
Ein Verkauf von OHB-Anteilen durch KKR ist nicht bestätigt — weder dem Grunde noch dem Umfang noch hinsichtlich einer Frist nach. OHB hat öffentlich mitgeteilt, Finanzierungsoptionen zu prüfen, dabei nicht unter Zeitdruck zu stehen und noch keine Entscheidung getroffen zu haben. KKR hat sich zu einem etwaigen Verkauf nicht geäußert. Angaben zu einem Volumen von rund 20 Prozent oder zu mandatierten Banken sind nicht belegt und werden hier nicht als Tatsache wiedergegeben. Die Gründerfamilie Fuchs hält 65 Prozent der Stimmrechte; CEO Marco Fuchs hat ein Delisting ausdrücklich ausgeschlossen — die Börsennotierung sichere Transparenz, Kundenvertrauen und Kapitalzugang.
Die Aktie geriet zuletzt unter Druck und unterschritt am 10. April die 20-Tage-Linie bei 262,00 Euro — deutlich unter dem Jahreshoch von 321,00 Euro vom Januar. Solange das Bundeskartellamt sein Urteil zur SATCOMBw-Prüfung zurückhält, dürfte jede Neuigkeit aus diesem Verfahren stärker auf den Kurs wirken als die soliden Fundamentaldaten.
Rekordauftragsbuch trifft ambitionierte Ziele
Operativ präsentiert sich OHB in Bestform. Das Geschäftsjahr 2025 schloss das Unternehmen mit einem Umsatzsprung von 21 Prozent auf 1,24 Milliarden Euro ab, der Rekordauftragsbestand von 3,19 Milliarden Euro sichert eine hohe Kapazitätsauslastung. Für 2026 peilt das Management 1,4 Milliarden Euro Umsatz an, bis 2028 soll die Zwei-Milliarden-Marke fallen — bei einer EBITDA-Marge von 11 Prozent.
Rückenwind kommt von außen: Die ESA hat ein Rekordbudget genehmigt, die Bundesregierung plant substanzielle Investitionen in militärische Raumfahrtinfrastruktur.
Termine im Mai und Juni
Wie gut sich der Auftragsbestand in konkrete Erträge übersetzt, zeigen die Q1-Zahlen im Mai. Die ordentliche Hauptversammlung ist für den 24. Juni 2026 geplant, das Ex-Dividenden-Datum liegt am 25. Juni — die Ausschüttung von 0,60 Euro je Aktie soll am 29. Juni fließen.
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