OHB Aktie: KKR macht Kasse
Der Finanzinvestor KKR plant den Verkauf eines großen Aktienpakets bei OHB, was den Kurs technisch belastet. Gleichzeitig wartet der Raumfahrtkonzern auf die kartellrechtliche Freigabe für ein Bundeswehr-Milliardenprojekt.

Kurz zusammengefasst
- KKR will rund 20 Prozent seiner OHB-Beteiligung verkaufen
- Kartellamt prüft Milliardenprojekt SATCOMBw mit Rheinmetall
- OHB erzielte 2025 Umsatzrekord von 1,24 Milliarden Euro
- Volles Auftragsbuch sichert hohe Kapazitätsauslastung
Während der Raumfahrtkonzern OHB SE operative Rekordzahlen liefert, dominiert an der Börse plötzlich Verkaufsdruck. Der Private-Equity-Riese KKR bereitet die Platzierung eines massiven Aktienpakets vor, um den Streubesitz zu erhöhen. Parallel dazu sorgt eine kartellrechtliche Hängepartie bei einem Milliardenauftrag der Bundeswehr für spürbare Zurückhaltung bei Anlegern.
Anteilsumbau drückt auf den Kurs
Um die Handelbarkeit der Papiere zu verbessern, hat KKR namhafte Investmentbanken wie Goldman Sachs und JPMorgan mandatiert. Der Finanzinvestor will rund 20 Prozent seiner Beteiligung am Markt veräußern. Ein vollständiger Rückzug steht nicht zur Debatte, KKR bleibt ein signifikanter Anteilseigner. Auch die Gründerfamilie Fuchs behält mit 65 Prozent der Stimmrechte fest das Ruder in der Hand.
Dennoch quittierte der Markt die Pläne mit einem Kursrutsch auf 264 Euro, weit entfernt vom 52-Wochen-Hoch bei 320 Euro. Dieser Rücksetzer ist primär technisch bedingt und spiegelt keine Schwäche im Tagesgeschäft wider. Die Aktie rutschte lediglich unter ein charttechnisches Schlüsselniveau.
Warten auf das Bundeswehr-Milliardenprojekt
Ein zweiter Bremsklotz für die Kursentwicklung ist das laufende Verfahren beim Bundeskartellamt. Die Wettbewerbshüter prüfen derzeit das geplante Gemeinschaftsunternehmen zwischen OHB und Rheinmetall Digital. Im Kern geht es um das hochsichere Kommunikationsnetz SATCOMBw Stufe 4 der Bundeswehr.
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Bei diesem Programm mit einem Gesamtvolumen von acht bis zehn Milliarden Euro soll OHB innerhalb des Konsortiums die Satelliten produzieren. Analysten taxieren den potenziellen Umsatzanteil für die Bremer auf 2,7 bis 3,3 Milliarden Euro. Solange hier keine Freigabe vorliegt, fehlt ein wichtiger Kurstreiber.
Fundamentaldaten bieten Rückhalt
Abseits dieser Unsicherheiten läuft das operative Geschäft auf Hochtouren. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 kletterte der Umsatz um 21 Prozent auf 1,24 Milliarden Euro bei einem bereinigten EBITDA von 125,6 Millionen Euro. Ein prall gefülltes Auftragsbuch in Höhe von 3,19 Milliarden Euro garantiert eine hohe Kapazitätsauslastung für die kommenden Monate. Zusätzliche Sicherheit lieferte zuletzt ein Großauftrag aus Schweden über 248 Millionen Euro für den Bau von 20 Kleinsatelliten.
Die nächsten handfesten Impulse für die Bewertung liefert der 7. Mai 2026. An diesem Termin präsentiert OHB die Ergebnisse für das erste Quartal und muss belegen, dass das hohe Wachstumstempo aus dem Vorjahr aufrechterhalten wird. Auf der Hauptversammlung am 24. Juni steht zudem die Verabschiedung der vorgeschlagenen Dividende von 0,60 Euro je Aktie auf der Agenda.
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