OHB Aktie: Kartellprüfung und KKR-Spekulation im Fokus
Ein Anteilsverkauf durch KKR ist nicht bestätigt. Parallel prüft das Kartellamt ein Milliardenprojekt mit Rheinmetall.

Kurz zusammengefasst
- KKR hat keinen Verkauf von OHB-Anteilen bestätigt
- Kartellamt prüft Milliardenprojekt für Satellitennetz
- OHB mit Rekordauftragsbestand und starken Zahlen
- Hohe Raumfahrtbudgets stützen das Umfeld
Zwei Themen bestimmen den Kurs der OHB-Aktie in den kommenden Tagen — und beide haben wenig mit den starken Fundamentaldaten des Bremer Raumfahrtkonzerns zu tun: Spekulationen über eine mögliche Anteilsplatzierung durch KKR und die Prüfung eines Milliardenprojekts durch das Bundeskartellamt.
Was bestätigt ist – und was nicht
Ein Verkauf oder eine Platzierung von OHB-Anteilen durch KKR ist nicht bestätigt — weder dem Grunde noch dem Umfang noch hinsichtlich einer Frist nach. OHB hat öffentlich mitgeteilt, Finanzierungsoptionen zu prüfen, dabei nicht unter Zeitdruck zu stehen und noch keine Entscheidung getroffen zu haben. KKR hat sich zu einem etwaigen Verkauf nicht geäußert. Angaben zu einem Volumen oder zu mandatierten Banken sind nicht belegt. Die Gründerfamilie Fuchs hält rund 65 Prozent der Stimmrechte. Der Kurs fiel am 10. April unter die 20-Tage-Linie auf 262 Euro, rund 18 Prozent unter dem Jahreshoch von 321 Euro.
Kartellamt entscheidet über Milliarden-Projekt
Beim Bundeskartellamt läuft unter Aktenzeichen V-32/26 die Prüfung einer geplanten Gemeinschaftsgründung von OHB und Rheinmetall Digital. Angemeldet wurde das Vorhaben am 20. März 2026. Ziel ist ein gemeinsames Angebot für das Bundeswehrprojekt „SATCOMBw Stufe 4″ — ein Satellitenkommunikationsnetz mit mehr als 100 Satelliten und einem Auftragsvolumen von acht bis zehn Milliarden Euro.
Starkes Fundament, günstige Rahmenbedingungen
Operativ steht OHB gut da. Der Umsatz stieg 2025 um 21 Prozent auf 1,24 Milliarden Euro, das bereinigte EBITDA lag bei 125,6 Millionen Euro. Im vierten Quartal übertraf das Unternehmen mit einer EBITDA-Marge von 11,6 Prozent bereits den eigenen Zielwert für 2026. Der Auftragsbestand erreichte mit 3,19 Milliarden Euro einen Rekordwert — ein Plus von 47 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Das strukturelle Umfeld stützt: Deutschland plant 35 Milliarden Euro für militärische Raumfahrtinfrastruktur, das ESA-Budget für 2026 bis 2028 wurde auf 22,3 Milliarden Euro angehoben. Der nächste fest terminierte Meilenstein sind die Q1-Zahlen am 7. Mai 2026.
OHB SE-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue OHB SE-Analyse vom 22. Juli liefert die Antwort:
Die neusten OHB SE-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für OHB SE-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
OHB SE: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...