OHB: Auftragsbestand auf 3.354 Millionen Euro
OHB baut britische Tochter aus: Erster Großauftrag für Venus-Sonde EnVision und Teamvergrößerung auf über 100 Mitarbeiter geplant.
Kurz zusammengefasst
- Auftrag für ESA-Venusmission EnVision
- Teamausbau in Bristol auf über 100
- Konzern-Auftragsbestand auf Rekordniveau
- Kapitalmarkttag am 18. Mai geplant
Ein Jahr nach dem Start in Großbritannien hat OHB SE seiner britischen Tochter OHB Space UK gleich zwei Botschaften mitgegeben: einen ersten Großauftrag und konkrete Expansionspläne. Das Timing ist kein Zufall — der Bremer Raumfahrtkonzern befindet sich operativ in einer starken Phase.
Venus-Mission als erster Meilenstein
OHB Space UK übernimmt die Integration und Testkampagne der ESA-Wissenschaftssonde EnVision. Die Mission soll die Venus mit Radar, Spektrometern und Radioscience-Instrumenten gleichzeitig untersuchen — Atmosphäre, Oberfläche und Planeteninneres. Auftraggeber ist Thales Alenia Space, das die Mission für die ESA führt. Das Vertragsvolumen liegt bei rund 24 Millionen Euro.
Für den Bristol-Standort ist der Auftrag ein echter Einstieg ins institutionelle Raumfahrtgeschäft. Derzeit arbeiten dort rund 14 Ingenieure. In den kommenden fünf Jahren soll das Team auf über 100 Mitarbeiter wachsen. Am neuen Standort Aztec West entsteht parallel einer der größten Reinräume Englands, in dem künftig Satelliten integriert und getestet werden sollen.
Auftragsbestand auf Allzeithoch
Den Expansionskurs untermauern die jüngsten Konzernzahlen. Der Auftragsbestand kletterte nach dem ersten Quartal 2026 auf 3.354 Millionen Euro — im Vorjahreszeitraum waren es 2.314 Millionen Euro. Maßgeblich dazu beigetragen hat ein Vertrag von OHB Sweden über die EPS-Sterna-Mikrosatellitenkonstellation im Volumen von 248 Millionen Euro, dem bislang größten Einzelauftrag der Tochtergesellschaft.
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Der Konzernumsatz stieg im ersten Quartal um 15 Prozent auf 200,8 Millionen Euro, die bereinigte EBITDA-Marge lag bei 9,7 Prozent. Hinzu kommt die Rolle als größter deutscher Zulieferer des Ariane-6-Programms: Am 12. Februar absolvierte die leistungsstärkere Ariane-6-Konfiguration ihren Erstflug — der erste von 18 geplanten Starts für Amazons LEO-Konstellation.
Kapitalmarkttag und Hauptversammlung
Am 18. Mai veranstaltet OHB ein Capital Markets Update, am 8. Juni folgt die ordentliche Hauptversammlung. Mittelfristig strebt der Konzern einen durchschnittlichen jährlichen Auftragseingang von rund 3 Milliarden Euro an. Das Management hat außerdem klargestellt, dass ein Delisting derzeit nicht geplant ist — die Börsennotierung bleibt vorerst bestehen.
Das Capital Markets Update am Montag dürfte zeigen, wie konkret OHB seine Wachstumsziele für die nächsten Jahre unterlegt.
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