OHB: KKR-Mann Weimer in den Aufsichtsrat
Die OHB-Aktie zeigt vor der Hauptversammlung extreme Schwankungen. Ein KKR-naher Kandidat soll in den Aufsichtsrat einziehen.

Kurz zusammengefasst
- KKR-Vertrauter für Aufsichtsrat nominiert
- Aktie verliert 15 Prozent in einer Woche
- Kapitalmaßnahmen von 1,2 Milliarden Euro geplant
- Hauptversammlung als Stimmungstest für Anleger
Heute läuft die Frist ab. Bis 18 Uhr müssen Aktionäre der OHB SE ihre Vollmachten und Weisungen für die morgige Hauptversammlung einreichen. Am Montag geht es nicht nur um Routine – ein KKR-Vertreter soll in den Aufsichtsrat einziehen. Die Aktie zeigt sich vor diesem Termin extrem volatil.
Entscheidungstag im Aufsichtsrat
Claire Wellby legt ihr Mandat mit Ablauf der Hauptversammlung nieder. Der Aufsichtsrat schlägt Dr. Theodor Weimer als Nachfolger vor. Die Offenlegung in der Einladung zur HV macht eine Verbindung deutlich, die Anleger genau sehen sollten: Weimer ist Executive Advisor bei KKR.
KKR ist indirekt an Orchid Lux HoldCo beteiligt – jener Gesellschaft, die knapp 28,64 Prozent der OHB-Anteile hält. Ein Finanzinvestor schickt einen Vertrauten in das Kontrollgremium. Kein Skandal, aber ein starkes Signal für die künftige strategische Ausrichtung des Raumfahrtkonzerns.
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Extrem volatil vor dem Votum
Der letzte Schlusskurs vom Freitag beträgt 372,50 Euro – ein Minus von 9,15 Prozent. Knapp 15 Prozent hat die Aktie innerhalb einer Woche verloren. Der RSI liegt bei 45 Punkten. Charttechnisch rückt die 50-Tage-Linie bei rund 355 Euro als wichtige Unterstützung in den Fokus.
Parallel dazu stehen Kapitalmaßnahmen auf der Tagesordnung. Der Vorstand soll ermächtigt werden, Schuldverschreibungen bis zu einem Gesamtnennbetrag von 1,2 Milliarden Euro auszugeben. Hinzu kommt ein Bedingtes Kapital von knapp 3,8 Millionen Euro und ein Aktienoptionsprogramm mit bis zu 576.447 Optionen.
Die Hauptversammlung ist ein Stimmungstest. Der Ausgang der Aufsichtsratswahl dürfte den Kurs am Montag maßgeblich beeinflussen. Eine deutliche Zustimmung für den KKR-Kandidaten könnte als Vertrauensbeweis gewertet werden. Lehnen die Aktionäre das Votum ab oder zeichnen sich überraschende Gegenstimmen ab, droht neue Verunsicherung. Die extreme Volatilität der Aktie bleibt das bestimmende Thema.
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