OHB: SpaceX-IPO zwingt Milliarden-Emission zu verschieben
Der geplante Börsengang von SpaceX zwingt OHB zu einer Verschiebung der Kapitalerhöhung. Operativ meldet der Konzern Rekordwerte.

Kurz zusammengefasst
- SpaceX-IPO bindet Investorengelder
- OHB verschiebt Aktienemission
- Kursrückgang nach Gewinnmitnahmen
- Auftragsbestand auf Rekordniveau
Nach einem rasanten Kursanstieg schien bei der OHB SE die Schwerkraft ausgesetzt. Innerhalb eines Jahres vervielfachte sich der Wert des Raumfahrtkonzerns um 769 Prozent. Am Freitagvormittag setzte eine abrupte Korrektur ein. Der Grund für den plötzlichen Rücksetzer liegt nicht in Bremen, sondern in den USA: Der anstehende Börsengang von SpaceX wirbelt die Finanzierungspläne der Europäer durcheinander.
Liquiditätssauger aus den USA
Eigentlich hatte das Management bereits Banken für eine umfangreiche Aktienemission mandatiert. Rund eine Milliarde Euro sollte das Vorhaben in die Kassen spülen. Diese Pläne stehen nun offenbar auf der Kippe. Laut aktuellen Berichten erwägt das Unternehmen, die Platzierung vorerst zu verschieben.
Das Marktumfeld hat sich radikal verändert. Der anvisierte Börsengang von SpaceX zieht die globale Investorenaufmerksamkeit fast vollständig auf sich. Marktbeobachter gehen davon aus, dass der Hype um das US-Unternehmen schlichtweg zu viel Liquidität im Raumfahrtsektor bindet. Für OHB wäre eine Platzierung in diesem Schatten riskant.
Harte Landung auf dem Parkett
Die Börse reagierte prompt auf die Hängepartie. Nachdem das Papier am Donnerstag noch um bis zu 15 Prozent in die Höhe schoss, nahmen Investoren am Freitag Gewinne mit. Auf der Handelsplattform Tradegate rutschte der Kurs um knapp sieben Prozent auf 589,00 Euro ab.
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Operatives Geschäft liefert Rekorde
Fundamental steht der Bremer Konzern glänzend da. Zum Jahresauftakt kletterte der Auftragsbestand um 45 Prozent auf den Rekordwert von 3,4 Milliarden Euro. Parallel dazu stieg die Gesamtleistung spürbar an und erreichte 279 Millionen Euro.
Auch die Profitabilität zieht an. Das bereinigte operative Ergebnis legte um 48 Prozent auf 25,7 Millionen Euro zu. Flankiert werden diese Zahlen von neuen Projekten. Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) wählte jüngst die von der Tochter OHB Czechspace geleitete Erdbeobachtungsmission SOVA-S für die nächste Entwicklungsphase aus.
Die anstehende SpaceX-Notierung diktiert aktuell den Takt im gesamten Raumfahrtsektor und zwingt OHB zu einer taktischen Pause bei der Kapitalbeschaffung. Operativ liefert das Unternehmen verlässlich ab. Sobald sich der Staub um den US-Konkurrenten legt, rückt die fundamentale Stärke der Bremer wieder in den Vordergrund. Die prall gefüllten Auftragsbücher bieten ein solides Fundament gegen kurzfristige Marktturbulenzen.
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