OMV: 104 Grad in Aspern übertreffen Prognose
Die OMV stößt in Aspern auf heißeres Wasser als prognostiziert und erhöht die geplante thermische Leistung auf 25 Megawatt.

Kurz zusammengefasst
- Bohrung liefert 104 Grad heißes Wasser
- Thermische Leistung steigt auf 25 Megawatt
- Grüne Wärme für 25.000 Haushalte geplant
- Investitionen in Wasserstoff und Solarenergie
OMV bohrt in Wien tiefer und erfolgreicher als geplant. Die Testphase für das Geothermie-Projekt in Aspern liefert Ergebnisse über den ursprünglichen Prognosen. Das stärkt die Neuausrichtung des Energiekonzerns weg von fossilen Brennstoffen.
Mehr Leistung aus der Tiefe
In 3.000 Metern Tiefe stießen die Techniker auf 104 Grad heißes Wasser. Bisher rechnete OMV mit nur 100 Grad. Auch der Wasserdurchfluss liegt über den Schätzungen.
Die geplante thermische Leistung steigt dadurch auf rund 25 Megawatt. Ursprünglich waren 20 Megawatt vorgesehen. Der höhere Durchfluss macht diese Steigerung möglich.
Die Folge: mehr saubere Energie für die Hauptstadt. Ab Anfang 2029 sollen so 25.000 Haushalte grüne Wärme erhalten. Das Projekt in Aspern bildet dabei nur den Anfang.
OMV und Wien Energie prüfen insgesamt sieben Standorte im Wiener Raum. Langfristig soll die thermische Leistung dort auf 200 Megawatt steigen. Der Baubeginn für die oberirdischen Anlagen in Aspern ist für 2027 geplant.
Wasserstoff und Solar-Großprojekte
Der Konzern investiert parallel dazu massiv in Wasserstoff. Für eine Anlage in Bruck an der Leitha fließen 123 Millionen Euro an Fördergeldern. Der Start der Produktion ist für Ende 2027 vorgesehen.
Jährlich sollen dort 23.000 Tonnen grüner Wasserstoff entstehen. Eine neue Pipeline transportiert den Energieträger direkt zur Raffinerie Schwechat. Die Infrastruktur dafür steht bereits im Plan.
In Rumänien setzt die Tochter OMV Petrom auf Solarkraft. Die erste Lieferung von 800.000 Modulen für vier Großprojekte ist bereits eingetroffen. Die Parks leisten zusammen 550 Megawatt.
Das Vorhaben kostet über 400 Millionen Euro. Der europäische Modernisierungsfonds übernimmt einen signifikanten Teil der Summe. Die Inbetriebnahme der Solarparks ist für das Jahr 2027 terminiert.
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