OMV: 4,40 Euro Dividende am 8. Juni
OMV schüttet 4,40 Euro Dividende aus und kündigt Hybridanleihe über 750 Mio. Euro. Neue Ausschüttungsregel ab 2026 verknüpft Dividende mit BGI-Erträgen.

Kurz zusammengefasst
- Dividendenzahlung von 4,40 Euro je Aktie
- Hybridanleihe über 750 Mio. Euro gekündigt
- Neue Dividendenpolitik ab 2026 beschlossen
- Gemischtes Ergebnis im ersten Quartal
OMV-Aktionäre stehen vor einer ereignisreichen Woche. Am 8. Juni wird die Aktie ex Dividende gehandelt, drei Tage später fließen 4,40 Euro je Aktie. Wer die Ausschüttung mitnehmen will, muss die Aktie spätestens am 7. Juni im Depot haben. Parallel arbeitet der Konzern an der Refinanzierung — eine Hybridanleihe über 750 Millionen Euro steht zur Kündigung an.
Die Hauptversammlung vom 27. Mai hat die Gesamtdividende beschlossen: 3,15 Euro regulär, 1,25 Euro zusätzlich. Damit zahlt OMV zum vierten Mal in Folge eine variable Komponente aus. Die Aktie notiert aktuell bei 62,60 Euro, knapp zwei Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 63,85 Euro aus dem Mai.
Neue Ausschüttungsregel ab 2026
Ab dem Geschäftsjahr 2026 ändert OMV die Dividendenpolitik grundlegend. Künftig schüttet der Konzern 50 Prozent der auf OMV entfallenden Dividenden von Borouge Group International sowie 20 bis 30 Prozent des operativen Cashflows — ohne BGI-Dividenden — aus. Die bisherige Regel, die nur 20 bis 30 Prozent des Cashflows vorsah, gilt noch für 2025.
Die Neuregelung verankert BGI als festen Ausschüttungsfaktor. Damit wird die Dividende stärker von der Performance der Beteiligung abhängig — ein Hebel, der in beide Richtungen wirkt.
Hybridanleihe: Kündigung und möglicher Ersatz
OMV kündigt die 2020 begebene Hybridanleihe über 750 Millionen Euro. Der Vorstand erwägt eine Neuemission in gleicher Höhe, wahlweise mit festem oder variablem Zinssatz. Die Emission könnte in einer oder mehreren Tranchen erfolgen, frühestens im Juni 2026, spätestens binnen 18 Monaten.
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Hybridkapital zählt bei Ratingagenturen häufig teilweise als Eigenkapital. Das verschafft OMV Bilanzspielraum, ohne die formale Verschuldung zu erhöhen. Der Erlös soll die Liquidität sichern und anstehende Refinanzierungen abdecken. Die Zustimmung des Aufsichtsrats steht noch aus.
Q1 zweigeteilt, Halbjahreszahlen im Juli
Das erste Quartal zeigt ein gemischtes Bild. Das bereinigte CCS Operating Result lag bei 1.025 Millionen Euro, der OMV zurechenbare bereinigte CCS-Nettogewinn bei 323 Millionen Euro. Das Energiegeschäft schwächelte wegen geringerer Beiträge aus Exploration und Produktion sowie niedrigerer Absatzmengen. Fuels blieb stabil, Chemicals verbesserte sich.
Für 2026 rechnet das Management mit einem Ölpreis von rund 65 US-Dollar je Barrel und einer Produktion knapp unter 300.000 Fass pro Tag. Die Halbjahreszahlen für Januar bis Juni veröffentlicht OMV am 31. Juli 2026. Bis dahin dürfte sich zeigen, ob die Erholung in Chemicals trägt.
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