Die Stimmung an den Börsen ist zum Wochenstart durchaus positiv, die Ölpreise ziehen spürbar an – eigentlich perfekte Bedingungen für einen österreichischen Energie- und Chemiekonzern wie OMV. Doch die Aktie schwächelt dennoch. Der Grund: Das Unternehmen hat seine langfristigen Cashflow-Prognosen nach unten korrigiert und damit Anleger verschreckt.
Milliarden-Kürzung bei Investitionen
Auf dem Kapitalmarkttag in Wien präsentierte OMV am Montag eine deutlich defensivere Ausgabenpolitik. Die organischen Investitionen sollen zwischen 2026 und 2030 nur noch durchschnittlich 2,8 Milliarden Euro jährlich betragen – ein drastischer Rückgang gegenüber der bisherigen Zielmarke von unter 3,8 Milliarden Euro pro Jahr.
Diese Kürzung um insgesamt 5 Milliarden Euro über den Gesamtzeitraum überrascht die Märkte. Analysten hatten mit rund 3,1 Milliarden Euro jährlich gerechnet. Der Großteil der Einsparungen von 3,5 Milliarden kommt durch die geplante Entkonsolidierung von Borealis im Rahmen des BGI-Deals zustande. Weitere 1,5 Milliarden will das Management durch Optimierungen in anderen Geschäftsbereichen erreichen.
Nachhaltigkeitsprojekte auf Eis gelegt
Besonders brisant: OMV verschiebt bestimmte Nachhaltigkeitsprojekte über das Jahr 2030 hinaus. Der Anteil der Investitionen für nachhaltige Projekte sinkt dadurch von bisher geplanten 40 bis 50 Prozent auf nur noch 30 Prozent des Konzernbudgets. Eine Kehrtwende, die bei ESG-orientierten Investoren für Stirnrunzeln sorgen dürfte.
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Gleichzeitig hebt der Konzern aber seine Produktionsziele an: Bis 2030 sollen rund 400.000 Barrel Öläquivalent täglich gefördert werden – deutlich mehr als die bisherigen 350.000 Barrel. Damit übertrifft OMV sogar die Analystenschätzungen von 324.000 Barrel erheblich.
Cashflow-Ziel bleibt optimistisch
Trotz der Investitionskürzungen hält das Unternehmen an seinem Cashflow-Ziel fest: Über 6 Milliarden Euro aus der Betriebstätigkeit sollen bis 2030 erreicht werden. Dies soll hauptsächlich durch die Effekte der Borealis-Entkonsolidierung und die höhere Öl- und Gasproduktion gelingen.
Die neue Dividendenpolitik ab 2026 klingt kompliziert: 50 Prozent der BGI-Dividenden plus 20 bis 30 Prozent des operativen Cashflows ohne BGI-Anteile sollen an die Aktionäre fließen. Ob diese Konstruktion bei Anlegern Anklang findet, bleibt fraglich.
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