OMV Aktie: Erste Chefin der Geschichte!
OMV stellt mit Emma Delaney die erste Frau als Vorstandsvorsitzende vor und erwartet zugleich ein starkes Quartalsergebnis mit dreifachem Gewinnsprung.

Kurz zusammengefasst
- Historische Ernennung einer Frau zur Omv-Chefin
- Erwartung eines dreifachen Gewinnanstiegs im Quartal
- Vorgeschlagene Dividende von 4,40 Euro je Aktie
- Neuer Joint Venture steigert künftige Quartalsergebnisse
Emma Delaney soll OMV in eine neue Ära führen — und das ausgerechnet in dem Moment, in dem der Konzern vor seinen möglicherweise stärksten Quartalszahlen seit Jahren steht.
CEO-Wechsel mit historischer Dimension
Der Präsidial- und Nominierungsausschuss hat am 10. April Delaneys Namen dem Aufsichtsrat zur formellen Ernennung vorgelegt. Ab September würde sie Alfred Stern ablösen — als erste Frau an der Spitze des österreichischen Energiekonzerns in dessen gesamter Geschichte. Die irische Managerin bringt fast drei Jahrzehnte BP-Erfahrung mit, zuletzt als Executive Vice President verantwortlich für Kraftstoffe, Schmierstoffe und E-Mobilität. Das Mandat ist auf drei Jahre ausgelegt, mit Verlängerungsoption.
Die formelle Zustimmung des Aufsichtsrats steht noch aus.
Quartalsbericht am 30. April im Blick
Parallel zur Personalie läuft seit dem 17. April die Quiet Period — OMV kommuniziert bis zur Zahlenvorlage nicht mehr aktiv mit Kapitalmarktteilnehmern. Am 30. April präsentiert der Vorstand die Q1-2026-Ergebnisse.
Die Erwartungen sind hoch gesteckt. Der Analystenkonses rechnet mit einem Gewinn von 1,32 Euro je Aktie — dreimal so viel wie im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz soll auf rund 7,76 Milliarden Euro klettern, ein Anstieg von knapp einem Viertel.
Strukturell kommt ein neuer Ergebnistreiber hinzu: Die Borouge Group International AG, ein Joint Venture, das Borealis, Borouge und Nova Chemicals bündelt, fließt seit dem 31. März nach der Equity-Methode in die Konzernrechnung ein. Ab dem zweiten Quartal erwartet das Management einen BGI-Beitrag von rund 140 Millionen Euro pro Quartal.
Dividende und ein Wermutstropfen
Auf der Hauptversammlung am 27. Mai schlägt der Vorstand eine Gesamtausschüttung von 4,40 Euro je Aktie vor — bestehend aus 3,15 Euro regulärer Dividende und 1,25 Euro Sonderdividende. Der Ex-Tag folgt am 8. Juni.
Allerdings drückt die verschobene Borouge-International-Börsennotierung auf die mittelfristige Ausschüttungsperspektive. Der verzögerte IPO — nun erst 2027 geplant — halbiert vorübergehend den Dividendenbeitrag dieser Einheit und könnte die OMV-Ausschüttung für 2026 um geschätzt 0,60 bis 0,70 Euro je Aktie schmälern.
Die Aktie notiert aktuell bei 58,35 Euro, rund acht Prozent unterhalb des Jahreshochs vom 7. April. Auf Jahressicht hat das Papier dennoch gut 36 Prozent zugelegt — der langfristige Aufwärtstrend bleibt intakt. Ob die Q1-Zahlen am 30. April die hohen Erwartungen einlösen, wird die nächste Bewährungsprobe für diesen Trend.
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