OMV: Q1-Gewinn fällt 12 Prozent auf 1.025 Mio.
OMV verzeichnet Gewinnrückgang im ersten Quartal, verschiebt Börsengang und kündigt Führungswechsel an.
Kurz zusammengefasst
- Operativer Gewinn sinkt um zwölf Prozent
- Chemiesparte verdoppelt ihren Gewinn
- Börsengang des Joint Ventures auf 2027 verschoben
- Emma Delaney wird neue Vorstandschefin ab September
Der Aktienmarkt erzählt eine Erfolgsgeschichte. Seit Jahresbeginn legte die OMV-Aktie um rund 24 Prozent zu. Aktuell notiert das Papier knapp unter 60 Euro. Die operative Realität sieht etwas komplexer aus. Ein schwaches Auftaktquartal und ein verzögerter Börsengang prägen das Bild vor der anstehenden Hauptversammlung.
Licht und Schatten im operativen Geschäft
Der Energiekonzern verzeichnete im ersten Quartal einen Gewinnrückgang. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis fiel um zwölf Prozent auf rund eine Milliarde Euro. Parallel dazu sank die Öl- und Gasproduktion auf 288.000 Barrel pro Tag. Probleme im Nahen Osten und die Schließung der Straße von Hormus belasteten die Lieferketten.
Das Chemiegeschäft lieferte eine positive Überraschung und verdoppelte seinen operativen Gewinn auf 245 Millionen Euro. Bessere Margen bei Kunststoffen und bilanzielle Effekte trieben das Ergebnis. Der bereinigte operative Cashflow stieg um 20 Prozent. Das Kerngeschäft generiert weiterhin viel Bargeld.
Joint Venture und verschobener Börsengang
Ende März verkündete der Konzern einen strategischen Meilenstein. OMV legt seine Kunststofftöchter mit den Aktivitäten des Partners XRG zusammen. Es entsteht ein weltweit führender Anbieter für Polyolefine.
Der nächste Schritt lässt auf sich warten, denn die Partner verschieben den geplanten Börsengang des Joint Ventures auf 2027. Die Folge: OMV erhält für das laufende Jahr eine geringere Ausschüttung. Statt der erhofften 500 Millionen fließen nur 250 Millionen US-Dollar nach Wien.
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Frischer Wind an der Spitze
Personell stellt der Aufsichtsrat die Weichen neu. Ab September übernimmt Emma Delaney den Vorstandsvorsitz. Die Managerin kommt vom britischen Konkurrenten bp. Finanzchef Reinhard Florey bleibt im Amt und rückt zum stellvertretenden Konzernchef auf.
Aktionäre blicken nun auf den 27. Mai. Dann findet in Wien die ordentliche Hauptversammlung statt. Zur Abstimmung steht eine unveränderte Gesamtdividende. Der Vorstand schlägt 4,40 Euro je Aktie vor. Davon entfallen 1,25 Euro auf eine Sonderdividende.
Für den Rest des Jahres gibt sich das Management vorsichtig. Die eigene Produktion soll knapp unter 300.000 Barrel pro Tag liegen. Das gelingt nur, wenn das Geschäft in Libyen ungestört weiterläuft. Bei der Preisplanung rechnet die Führungsebene mit einem durchschnittlichen Ölpreis von 65 US-Dollar je Barrel.
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