OMV: UBS bestätigt 63-Euro-Ziel
Steigende Olefinpreise beflügeln die Chemiesparte der OMV und kompensieren schwächere Raffineriemargen vor den Halbjahreszahlen.

Kurz zusammengefasst
- UBS bestätigt Kaufempfehlung für Omv
- Kunststoffpreise erholen sich deutlich
- Stabiles Quartalsergebnis wird erwartet
- Quiet Period beginnt am 16. Juli
OMV hat die Kurve im Chemiegeschäft offenbar bekommen. Während schwankende Raffineriemargen zuletzt die Stimmung dämpften, ziehen die Preise für Kunststoffe nun spürbar an. Diese Entwicklung weckt hohe Erwartungen für die anstehenden Halbjahreszahlen.
Die Schweizer Großbank UBS sieht den Wiener Energiekonzern deshalb weiter auf Wachstumskurs. Analyst Joshua Stone bestätigte seine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 63 Euro. Er lobt vor allem die solide operative Leistung in fast allen Sparten des Unternehmens.
Wende bei den Kunststoffpreisen
Der Fokus der Investoren verschiebt sich derzeit. Lange Zeit stützten vor allem die Margen im Raffineriebereich das Gesamtergebnis. Nun sorgt die Belebung bei den Preisen für Olefine für Optimismus unter den Marktteilnehmern.
Dieser Aufschwung in der Chemiesparte fängt leichte Rückgänge im Bereich Energie und Brennstoffe auf. Marktbeobachter rechnen deshalb mit einem stabilen operativen Ergebnis für das zweite Quartal. Die aktuelle Marktkapitalisierung von rund 19 Milliarden Euro spiegelt diese Zuversicht wider.
Die Aktie zeigte zuletzt eine deutliche relative Stärke. Seit Jahresbeginn legte das Papier bereits um 23,50 Prozent zu. Mit einem Schlusskurs von 59,75 Euro am Freitag rückt das bisherige Jahreshoch wieder in Reichweite.
Schweigephase vor der Bilanz
Für das Management beginnt am kommenden Donnerstag die „Quiet Period“. Ab dem 16. Juli wird sich der Vorstand nicht mehr zur aktuellen Geschäftsentwicklung äußern. Das Schweigen endet erst mit der Veröffentlichung der detaillierten Bilanz.
Am 31. Juli legt OMV die offiziellen Zahlen für das erste Halbjahr 2026 vor. Anleger warten dann besonders auf Details zur Profitabilität der Chemiesparte und zum Joint Venture Borouge. Parallel dazu bleibt der Pipeline-Bau für das Projekt „Neptun Deep“ im Schwarzen Meer ein zentraler Faktor für die langfristige Bewertung.
Die kommenden Handelstage entscheiden über den Sprung über die psychologische Marke von 60 Euro. Gelingt dieser Ausbruch, liegt das 52-Wochen-Hoch bei 64,40 Euro als nächstes Ziel vor der Aktie. Ab 2027 soll die eigene Gasförderung im Schwarzen Meer schließlich die Cashflows des Konzerns dauerhaft stabilisieren.
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