OMV: Wittau fördert seit 18. Mai
OMV fördert ab sofort Erdgas im niederösterreichischen Feld Wittau. Die heimische Gasproduktion steigt um 50 Prozent, die Abhängigkeit von Importen sinkt.

Kurz zusammengefasst
- Förderbeginn im Feld Wittau
- Heimische Gasproduktion steigt 50%
- Investition von 150 Millionen Euro
- Aktie seit Jahresbeginn stark im Plus
OMV dreht in Wittau den Hahn auf. Das niederösterreichische Gasfeld gilt als wichtigster heimischer Fund seit Jahrzehnten. Seit 18. Mai 2026 fördert der Konzern dort Erdgas; die heimische Produktion steigt dadurch sofort um rund 50 Prozent.
Der Markt hat die bessere Versorgungserzählung längst aufgenommen. Die Aktie schloss am Montag bei 63,45 Euro und liegt seit Jahresanfang 31,15 Prozent im Plus. Im vergangenen Monat kamen weitere 11,02 Prozent hinzu.
Weniger Importdruck für Österreich
Das Ziel ist klar: Österreich soll weniger anfällig für Lieferausfälle aus dem Ausland werden. Wittau löst dieses Problem nicht allein. Es verschiebt aber die heimische Quote sichtbar nach oben.
In der ersten Phase will OMV über zehn Jahre insgesamt 11 Terawattstunden Gas fördern. Pro Jahr soll die Menge den Bedarf von rund 100.000 Haushalten decken.
Erste Lieferungen erwartet das Unternehmen im Winter 2026/27. Damit kommt das neue Feld genau in eine Phase, in der Versorgungssicherheit politisch hoch gewichtet bleibt.
In die erste Phase flossen etwa 150 Millionen Euro. Davon entfielen rund 70 Millionen Euro auf Bohrungen und 80 Millionen Euro auf Anlagen und Anschluss. Die technische Basis bilden zwei Tiefbohrungen und eine Leitung ins nationale Verbundnetz.
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Gas als Brücke, nicht als Ausstieg
Der Zeitpunkt ist politisch sensibel. Seit Ende 2024 fließt kein russisches Gas mehr nach Österreich. Durch Wittau steigt der Anteil heimischer Produktion am nationalen Bedarf von etwa 7 Prozent auf bis zu 10 Prozent.
Konflikte im Nahen Osten halten die Lage am Energiemarkt angespannt. Erdgas wurde zuletzt bei rund 49,44 Euro je Megawattstunde gehandelt. OMV stellt Wittau als Beitrag zur Versorgungssicherheit dar, nicht als Abkehr von der Dekarbonisierung.
Ausbau bleibt der Hebel
Die erschlossene Menge ist nur der erste Schritt. Das gesamte Potenzial des Feldes östlich von Wien schätzt OMV auf 48 Terawattstunden. Bei einem vollständigen Ausbau könnte der Konzern seine österreichische Gasproduktion verdoppeln.
Dafür wären weitere Investitionen von bis zu 500 Millionen Euro nötig. Der Größenvergleich bremst überzogene Erwartungen. Österreich verbraucht jährlich etwa 75 bis 80 Terawattstunden Gas, damit deckt selbst das Gesamtfeld rechnerisch nur rund ein halbes Jahr.
Für OMV ist Wittau damit mehr als ein Förderprojekt. Kurzfristig stärkt es die heimische Gasbasis, mittelfristig hängt der zusätzliche Wert am Ausbau und an der politischen Debatte über Carbon Capture and Storage. Der Aktienkurs spiegelt bereits viel Rückenwind wider.
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