Ondas Holdings Aktie: 457 Millionen Auftragsbestand
Sechs Firmenkäufe in einem Jahr verzehnfachen den Umsatz von Ondas, doch die Aktienverwässerung belastet den Kurs.

Kurz zusammengefasst
- Sechs Übernahmen in zwölf Monaten
- Auftragsbestand auf Rekordniveau von 457 Mio. Dollar
- Aktienanzahl steigt um 324 Prozent
- Kurs unter wichtigen Trendlinien
Ondas Holdings setzt auf aggressives Wachstum im Verteidigungssektor. Sechs Übernahmen in nur einem Jahr haben den Umsatz verzehnfacht. Während die Auftragsbücher anschwellen, sorgt die massive Verwässerung der Aktien für gemischte Gefühle am Markt.
Am Dienstag legte das Papier um 7,20 Prozent auf 7,59 Euro zu. Damit erholt sich der Kurs leicht von einem volatilen Monat. Das Unternehmen verfolgt eine konsequente Strategie im Bereich der Verteidigungstechnologie.
Auftragsbestand erreicht Rekordniveau
Innerhalb der letzten zwölf Monate schloss Ondas sechs Übernahmen ab. Das Ergebnis: Der pro-forma Auftragsbestand kletterte auf rund 457 Millionen US-Dollar. Besonders die Integration von Cyberhawk stützt das Modell.
Die Tochtergesellschaft liefert zu 95 Prozent wiederkehrende Umsätze und bringt eigene Aufträge im Wert von 95 Millionen Dollar mit. Die Partnerschaft mit Lockheed Martin festigt parallel dazu die Position im Markt für Infrastrukturüberwachung.
Der Preis des Wachstums
Die schnelle Expansion hat ihren Preis. Die Anzahl der Aktien stieg im Jahresvergleich um 324 Prozent. Diese massive Verwässerung belastet die Bewertung und drückt auf die Stimmung.
Der Kurs von 7,59 Euro liegt aktuell leicht unter wichtigen Trendlinien. Sowohl der 200-Tage-Durchschnitt als auch die 50-Tage-Linie bei 8,40 Euro wurden zuletzt unterschritten. Die jährliche Volatilität bleibt mit über 100 Prozent außergewöhnlich hoch.
Die kommenden Quartalszahlen liefern die Antwort. Analysten erwarten für das zweite Jahresviertel einen Umsatz von mindestens 66,5 Millionen Dollar. Erreicht Ondas diesen Wert, wäre das ein Beleg für die erfolgreiche Integration der Zukäufe. Das US-Programm zur Drohnen-Dominanz könnte langfristig für zusätzlichen Schub sorgen.
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