Ondas Holdings Aktie: 8,6-Prozent-Sturz trotz 525-Millionen-Ziel
Trotz massiv erhöhter Umsatzprognosen bricht der Aktienkurs von Ondas Holdings ein. Hohe Aktienverwässerung und Insiderverkäufe belasten die Stimmung.

Kurz zusammengefasst
- Umsatzerwartung um 25 Prozent gesteigert
- Aktienkurs verliert 8,6 Prozent
- Starke Verwässerung durch Aktienemissionen
- Analysten sehen Kurspotenzial trotz Kursrutsch
Ondas Holdings schraubt die Umsatzziele für das Geschäftsjahr 2026 kräftig nach oben. Überraschenderweise reagiert die Börse negativ. Das Papier gerät am Mittwoch massiv unter Verkaufsdruck.
Umsatzprognose deutlich angehoben
Der Vorstand erwartet nun Erlöse von über 525 Millionen US-Dollar. Das entspricht einer Steigerung von 25 Prozent gegenüber der bisherigen Planung. Vor allem die Bereiche Verteidigung und autonome Systeme gewinnen seit den Sommermonaten deutlich an Fahrt.
Parallel dazu wächst der Auftragsbestand massiv an. Nach sechs Übernahmen im laufenden Jahr liegt der Pro-forma-Backlog bei rund 663 Millionen US-Dollar. Die Einheiten DZYNE und Cyberhawk bilden hierbei das Rückgrat für das künftige Wachstum.
Verwässerung bremst die Euphorie
Trotz der vollen Auftragsbücher verliert die Aktie am Mittwoch rund 8,6 Prozent auf 6,30 Euro. Ein Grund für die Skepsis ist die starke Verwässerung der Anteile. Das Unternehmen finanzierte seine aggressive Zukaufs-Strategie in diesem Jahr vorwiegend durch neue Aktien.
Hinzu kommen Insider-Verkäufe aus der Chefetage. Das belastet die Stimmung zusätzlich. Derweil setzen Leerverkäufer das Papier massiv unter Druck. Die Short-Quote liegt Schätzungen zufolge bei bis zu 44 Prozent der frei gehandelten Aktien.
Analysten bewerten die fundamentale Lage derweil positiver. Die Investmentbank Needham bekräftigt ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 19 US-Dollar. Ladenburg Thalmann sieht den fairen Wert bei 16 US-Dollar und damit weit über dem aktuellen Kursniveau.
Im August liefert Ondas Holdings die Ergebnisse zum zweiten Quartal 2026. Dann muss das Management beweisen, dass sich der hohe Auftragsbestand in bares Geld verwandelt. Im Fokus steht dabei vor allem das Erreichen der Profitabilität auf EBITDA-Ebene.
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