Oracle: 300–400 Racks-Storno kostet 1,4 Mrd.

Oracle vertieft die KI-Kooperation mit Google Cloud, während stornierte Server-Aufträge und eine Sammelklage den Aktienkurs belasten.

Redaktion Stock-World ·
Oracle Aktie (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Neuer KI-Agent für Datenbankabfragen
  • Stornierte Milliarden-Bestellung bei Super Micro
  • Sammelklage wegen angeblicher Falschangaben
  • Aktie fällt trotz starkem Umsatzwachstum

Oracle treibt seine KI-Strategie mit einem neuen Produkt voran. Die Börse reagiert darauf jedoch mit Verkäufen. Zwischen einer erweiterten Google-Partnerschaft und stornierten Server-Bestellungen klaffen Anspruch und Realität derzeit weit auseinander.

KI-Agent für Unternehmensdaten

Oracle vertieft seine Zusammenarbeit mit Google Cloud. Im Zentrum steht der neue Oracle AI Database Agent. Kunden können damit ihre Oracle-Datenbanken über Gemini Enterprise abfragen. Sie nutzen dafür einfache Alltagssprache.

Mitarbeiter analysieren so regionale Umsatztrends direkt im System. Niemand muss dafür SQL-Code schreiben oder eigene Tools bauen. Das spart Zeit und Ressourcen. Die integrierte Sicherheitsarchitektur stellt sicher, dass Nutzer nur freigegebene Daten sehen.

Stornierte Aufträge belasten den Kurs

Trotz der Produktoffensive geriet die Oracle-Aktie zuletzt stark unter Druck. Berichte über einen geplatzten Großauftrag sorgten für Nervosität. Laut Bluefin Research hat Oracle eine Bestellung bei Super Micro Computer storniert.

Es geht um Hunderte Server-Racks. Das Volumen liegt schätzungsweise zwischen 1,05 und 1,4 Milliarden US-Dollar. Super Micro verweist auf die kommenden Quartalszahlen und kommentiert die Spekulationen nicht.

Parallel dazu senkte Morgan Stanley das Kursziel für Oracle. Die Analysten zweifeln an den Gewinnmargen im wachsenden GPU-as-a-Service-Geschäft.

Rechtsstreit trifft auf starkes Wachstum

Zusätzlich belastet eine Sammelklage die Stimmung. Investoren werfen Oracle vor, falsche Angaben zur KI-Infrastruktur gemacht zu haben. Das Management habe demnach verschwiegen, dass hohe Investitionen die freien Cashflows gefährden.

Operativ wächst der Konzern rasant. Die Folge: Im dritten Quartal stieg der Umsatz um fast 22 Prozent. Die Einnahmen im GPU-Segment kletterten sogar um 177 Prozent. Analysten bleiben mehrheitlich optimistisch und raten zum Kauf.

An der Börse spiegelt sich das aktuell nicht wider. Die Aktie schloss gestern bei 154,42 Euro. Seit Jahresbeginn verlor der Titel rund acht Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 280,70 Euro ist das Papier mittlerweile weit entfernt.

Die hohe Volatilität dürfte anhalten. Ein RSI-Wert von 20,7 signalisiert derzeit einen stark überverkauften Zustand der Aktie. Neue Fakten liefert der Markt in knapp zwei Wochen. Am 5. Mai legt Super Micro seine Zahlen vor und muss sich zu den stornierten Server-Aufträgen äußern.

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Oracle Aktie

121,48 EUR

– 0,14 EUR -0,12 %
KGV 20,78
KUV 5,88
Sektor Technologie
Div.-Rendite 1,51 %
Marktkapitalisierung 401,98 Mrd. USD
Ø Kursziel 237,97 USD
ISIN: US68389X1054 WKN: 871460

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