Oracle Aktie: 125 Milliarden Schulden bremsen Expansion
Oracle verzeichnet einen Rekordauftragsbestand, doch hohe Schulden und steigende Zinsen belasten die Aktie. Analysten bleiben optimistisch.

Kurz zusammengefasst
- Auftragsbestand erreicht 553 Milliarden Dollar
- Cloud-Infrastruktur wächst um 84 Prozent
- Schuldenberg steigt auf fast 125 Milliarden
- Analysten stufen Aktie auf "Kaufen" hoch
Die Auftragsbücher platzen aus allen Nähten. Oracle meldet einen Rekordbestand von 553 Milliarden US-Dollar. Ein neuer Großauftrag aus Indien unterstreicht die operative Stärke. Dennoch reagiert der Markt nervös. Ein hartnäckiges Inflationsumfeld und explodierende Kosten trüben das Bild.
Zinsangst bremst die Tech-Rally
Die US-Verbraucherpreise stiegen im April um 3,8 Prozent. Das übertraf die Erwartungen der Ökonomen. Die Folge: Ein breiter Abverkauf im Technologiesektor. Oracle verlor zeitweise fünf Prozent an Wert. Höhere Zinsen für einen längeren Zeitraum belasten wachstumsorientierte Softwarekonzerne. Sie entwerten zukünftige Gewinne.
Inzwischen hat sich die Aktie bei rund 162 Euro stabilisiert. Auf Sicht von 30 Tagen steht ein deutliches Plus auf der Kurstafel. Seit Jahresbeginn notiert das Papier jedoch leicht im Minus.
Wachstum auf Pump
Investoren blicken zunehmend kritisch auf die Bilanz. Oracle investiert massiv in seine Infrastruktur. Die Kapitalausgaben für das Geschäftsjahr 2026 nähern sich der Marke von 50 Milliarden US-Dollar. Das drückt den freien Cashflow tief in den negativen Bereich.
Parallel dazu wächst der Schuldenberg. Die langfristigen Verbindlichkeiten kletterten auf fast 125 Milliarden US-Dollar. Die Zinsaufwendungen stiegen im Jahresvergleich um fast ein Drittel. Das fundamentale Spannungsfeld ist offensichtlich.
Operativ liefert der Konzern beeindruckende Zahlen. Das Segment Cloud-Infrastruktur wuchs zuletzt um 84 Prozent. Für das kommende Geschäftsjahr peilt das Management nun Erlöse von 90 Milliarden US-Dollar an.
Frischer Wind aus Indien
Ein neuer Deal stützt die Wachstumsstory. Der indische IT-Dienstleister Ishan Technologies nutzt künftig Oracles Kommunikationsplattform. Das Ziel: Eine komplette digitale Transformation. Oracle modernisiert die Abrechnungssysteme und automatisiert die Netzwerke des indischen Partners.
Analysten bleiben trotz der hohen Schuldenlast optimistisch. Die Investmentbank Arete stufte die Aktie auf „Kaufen“ hoch. Das neue Kursziel liegt bei 255 US-Dollar. Die Experten verweisen auf knappe Grafikprozessoren. Diese stützen die Preise in der Branche. Oppenheimer hob das Ziel auf 235 US-Dollar an.
Oracle handelt aktuell mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 33. Das liegt über dem Branchendurchschnitt. Die weitere Kursentwicklung hängt an einer klaren Bedingung. Das Management muss den gigantischen Auftragsbestand von 553 Milliarden US-Dollar zügig in echten Umsatz verwandeln. Nur so lässt sich die aggressive Expansionsstrategie finanzieren.
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