Oracle Aktie: Der KI-Vermieter

Oracle baut 19 Prozent der Belegschaft ab, um Milliarden für KI-Rechenzentren freizusetzen. Analysten sehen Chancen trotz hoher Schulden und niedriger Margen.

Redaktion Stock-World ·
Oracle Aktie (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Massiver Stellenabbau von 30.000 Arbeitsplätzen
  • 50 Milliarden Dollar Investitionen für 2026 geplant
  • Auftragsbestand explodiert auf 553 Milliarden Dollar
  • Aktie verliert seit Jahresbeginn 25 Prozent

Oracle vollzieht derzeit einen der weitreichendsten Unternehmensumbauten der Tech-Branche. Um Milliarden für neue KI-Rechenzentren freizumachen, streicht der Softwarekonzern fast ein Fünftel seiner weltweiten Belegschaft. Während Analysten die Rolle des Unternehmens als künftigen Vermieter der KI-Ära betonen, blicken Investoren auf die enormen Schulden und niedrigen Margen.

KI-Code ersetzt Entwickler

Innerhalb der letzten 48 Stunden bestätigte sich der Abbau von rund 30.000 Arbeitsplätzen. Das entspricht 19 Prozent der gesamten Belegschaft. Das Management begründet diesen Schritt mit einer neuen Effizienz: Durch den Einsatz von KI-gestützten Tools zur Code-Generierung könne die Softwareentwicklung künftig von deutlich kleineren Teams übernommen werden. Ziel der Maßnahme ist es, zwischen acht und zehn Milliarden US-Dollar an zusätzlichem freiem Cashflow zu generieren.

Milliarden für das Projekt Stargate

Das eingesparte Kapital fließt direkt in den massiven Ausbau der Dateninfrastruktur. Für das Jahr 2026 plant Oracle beispiellose Investitionsausgaben in Höhe von 50 Milliarden US-Dollar. Im Zentrum steht dabei das Projekt „Stargate“ – eine 500 Milliarden US-Dollar schwere Gemeinschaftsinitiative mit Partnern wie Softbank und OpenAI zum Bau riesiger KI-Rechenzentren in den USA.

Diese extreme Kapitalbindung sorgt am Markt für Zurückhaltung. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Minus von knapp 25 Prozent und notiert aktuell bei 125,44 Euro. Die Skepsis der Anleger speist sich vor allem aus dem hohen Schuldenberg von 124,7 Milliarden US-Dollar sowie der Bruttomarge im Cloud-Geschäft. Diese liegt mit 14 Prozent spürbar unter den Werten der großen Konkurrenten.

Analysten und Auftragsbestand

Trotz der bilanziellen Risiken bewerten große Finanzinstitute den strategischen Schwenk positiv. Sie verweisen dabei auf die vertraglich zugesicherten Einnahmen der kommenden Jahre:

  • Bernstein: Einstufung „Outperform“, Kursziel 319 US-Dollar
  • Bank of America: Einstufung „Buy“, Kursziel 200 US-Dollar
  • Auftragsbestand (RPO): 553 Milliarden US-Dollar (+325 % im Jahresvergleich)
  • OpenAI-Vertrag: Anteiliges Volumen von 300 Milliarden US-Dollar

Die massiven Kostensenkungen und der beispiellose Auftragsbestand bilden das Fundament für Oracles Neuausrichtung. Der Erfolg dieser Strategie hängt nun direkt von der fristgerechten Umsetzung der Rechenzentren und der Skalierung der margenschwachen Cloud-Infrastruktur ab.

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Oracle Aktie

129,62 EUR

+ 1,10 EUR +0,86 %
KGV 23,14
KUV 6,34
Sektor Technologie
Div.-Rendite 1,33 %
Marktkapitalisierung 446,33 Mrd. USD
Ø Kursziel 237,97 USD
ISIN: US68389X1054 WKN: 871460

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