Oracle Aktie: Erfreuliche Marktperformance!
Oracle profitiert von einer vertieften KI-Kooperation mit NVIDIA und übertrifft Umsatzerwartungen, steht aber weiterhin vor der Herausforderung einer hohen Verschuldung.

Kurz zusammengefasst
- Vertiefte Partnerschaft mit NVIDIA für KI-Cloud-Infrastruktur
- Starkes Umsatzwachstum und erhöhte Jahresprognose
- Analysten heben Bewertung und Kursziele an
- Hohe Schuldenlast bleibt zentrale Herausforderung
Oracle profitiert heute von einem doppelten Rückenwind: Einer breiten Marktrally und einer frisch vertieften Partnerschaft mit NVIDIA, die vergangene Woche auf der GTC 2026-Konferenz angekündigt wurde. Die Aktie legte am Nachmittag rund 2,8 Prozent zu — und das trotz eines schwierigen Jahresverlaufs.
Vera Rubin kommt in die Oracle-Cloud
Das Herzstück der Kooperation ist ein technologischer Sprung in der Cloud-Infrastruktur. Oracle integriert die neue NVIDIA Vera Rubin-Plattform in seinen OCI Supercluster — inklusive Rubin-GPUs, Vera-CPUs, BlueField-4-DPUs und ConnectX-9 SuperNICs. Das System soll KI-Training und Inferenz-Workloads in einem bislang nicht erreichten Maßstab beschleunigen.
Oracle-Co-CEO Clay Magouyrk bezeichnete die Zusammenarbeit als Grundlage für „gigascale AI factories“, die Kunden an die Grenzen des Möglichen bei Modelltraining und KI-Anwendungen bringen sollen. Neben Oracle gehören AWS, Google Cloud und Microsoft zu den ersten Cloud-Anbietern, die Vera Rubin-Instanzen noch 2026 einsetzen werden.
Ergänzend dazu kann Oracles KI-Datenbank nun NVIDIA-Infrastruktur und die cuVS-Bibliothek nutzen, um Vektorsuchoperationen und Embedding-Generierung deutlich zu beschleunigen.
Starke Zahlen, aber hohe Schulden
Die NVIDIA-Partnerschaft fällt auf fruchtbaren Boden: Im dritten Quartal wuchs der Gesamtumsatz um 22 Prozent auf 17,2 Milliarden Dollar, die Cloud-Infrastruktur-Erlöse sprangen sogar um 84 Prozent. Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen — ein Indikator für künftige Einnahmen — erreichten 553 Milliarden Dollar, ein Plus von 325 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Management hob die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2027 auf 90 Milliarden Dollar an, deutlich über dem Analystenkonses von 86,6 Milliarden Dollar.
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Diese Zahlen haben Analysten aufhorchen lassen. J.P.-Morgan-Analyst Mark Murphy stufte Oracle von „Neutral“ auf „Overweight“ hoch und verwies auf das veränderte Chance-Risiko-Verhältnis nach dem Kursrückgang von rund 55 Prozent seit dem September-Hoch 2025. Oppenheimer erhöhte sein Kursziel von 185 auf 210 Dollar bei gleichbleibendem „Outperform“-Rating.
Einem vollständig positiven Bild steht die Bilanz entgegen. Oracle trägt eine Schuldenlast von rund 108 Milliarden Dollar — nach einer Anleiheemission von 18 Milliarden Dollar im September 2025. Moody’s bewertet das Unternehmen mit Baa2, zwei Stufen über Ramschniveau und damit schlechter als Amazon, Alphabet, Meta und Microsoft.
Das zentrale Spannungsfeld bleibt damit klar: Wie schnell sich der enorme KI-Auftragsbestand in tatsächlichen Cashflows niederschlägt, wird darüber entscheiden, ob die hohe Verschuldung beherrschbar bleibt — oder zum Belastungsfaktor wird.
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