Lange galt Oracle als einer der großen Gewinner des KI-Booms, doch an diesem Sonntag wendet sich das Blatt dramatisch. Neue Berichte zeichnen das Bild eines Unternehmens, das sich für den Erfolg von OpenAI womöglich zu hoch verschuldet hat. Während Anleger nervös auf die massiven Ausgaben und Insider-Verkäufe blicken, stellt sich die drängende Frage: Wird der einstige Hoffnungsträger zur riskantesten Aktie im gesamten Tech-Sektor?
Schuldenfalle OpenAI?
Im Zentrum der aktuellen Sorgen steht die finanzielle Nachhaltigkeit der aggressiven Expansion. Analysten warnen davor, dass Oracle zunehmend zur „riskantesten KI-Aktie“ mutiert. Der Grund liegt in der enormen Kapitalbindung: Die Infrastruktur-Partner von OpenAI – allen voran Oracle – haben Berichten zufolge fast 100 Milliarden Dollar Schulden angehäuft, um den Bau von Rechenzentren zu finanzieren. Das Unternehmen schultert damit ein immenses finanzielles Risiko für Kapazitäten, die fast ausschließlich vom Wachstum eines einzigen Kunden abhängen.
Diese Abhängigkeit von Fremdkapital macht den Konzern im Gegensatz zu cash-starken Konkurrenten wie Microsoft oder Google extrem verwundbar. Dass Oracle zuletzt Anleihen in Milliardenhöhe begeben musste, während die Rivalen ihre KI-Investitionen aus eigenen Rücklagen stemmen, verschärft die Skepsis am Markt.
Margen unter Druck und Insider-Flucht
Erschwerend kommt hinzu, dass sich das Geschäftsmodell ungünstig verschiebt. Während das klassische Software-Geschäft von Oracle traditionell hohe Gewinnspannen abwirft, liegen die prognostizierten Margen für die neue, hardwarelastige KI-Infrastruktur deutlich niedriger. Dieser Mix droht die Gesamtprofitabilität zu verwässern.
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Die Reaktion der Experten ist eindeutig: Das Investmenthaus DA Davidson senkte sein Kursziel drastisch und bezeichnete Oracle provokant als bloßen „Bauern“ im KI-Schachspiel, dessen Auftragsbestand zu einseitig an OpenAI gekoppelt sei. Das Vertrauen der Anleger wird zusätzlich durch Insider-Verkäufe erschüttert: Dass Führungskraft Clayton M. Magouyrk kürzlich ein großes Aktienpaket abstieß, passt ins düstere Bild und beschleunigt den Abwärtstrend.
Brutaler Absturz
Der Blick auf die Charttechnik bestätigt den Ernst der Lage. Nach der Euphorie im September hat die Aktie massiv korrigiert und kämpft nun mit wichtigen Unterstützungszonen. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch beträgt mittlerweile über 38 Prozent – ein klares Warnsignal für eine anhaltende Bärenmarkt-Phase.
Jetzt richten sich alle Augen auf die kommenden Quartalszahlen Anfang Dezember. Investoren fordern Beweise, dass das Wachstum auch abseits von OpenAI stattfindet und der Cashflow nicht unter der Last der Investitionen zusammenbricht. Bis Oracle belegen kann, dass sich diese teure Wette auszahlt, dürfte die Aktie ein Spielball der Volatilität bleiben.
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