Die Software-Branche erlebt einen brutalen Start ins Jahr 2026, und Oracle steht im Zentrum des Sturms. Während Hedgefonds ihre Short-Positionen gegen den Sektor ausbauen, plant der Tech-Riese eine gigantische Finanzierungsrunde für seine KI-Ambitionen. Doch was den Anleihemarkt beruhigt, sorgt bei Aktionären für massive Angst vor einer Verwässerung ihrer Anteile.
Hedgefonds wittern Schwäche
Der Sektor steht unter Generalverdacht. Laut Medienberichten haben Hedgefonds in diesem Jahr bereits 24 Milliarden Dollar Gewinn mit Leerverkäufen von Software-Aktien erzielt. Gil Luria, Analyst bei DA Davidson, spricht von einem möglichen „strukturellen Wandel“. Die Sorge am Markt: Neue KI-Tools könnten viele grundlegende Automatisierungsdienste, die bisherige Software-Produkte lieferten, schlichtweg ersetzen. Oracle wurde von dieser Verkaufswelle voll erfasst – die Aktie verlor seit Jahresanfang bereits über 25 Prozent an Wert.
Der 50-Milliarden-Dollar-Plan
Um die gewaltige Nachfrage nach Rechenzentren für Kunden wie OpenAI, Nvidia und Elon Musks xAI zu bedienen, benötigt Oracle immenses Kapital. Geplant ist die Aufnahme von 45 bis 50 Milliarden Dollar durch eine Mischung aus Schulden und Eigenkapital. Diese Strategie spaltet die Marktteilnehmer in zwei Lager:
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- Kreditmärkte atmen auf: Die Kosten für die Absicherung gegen Kreditausfälle (CDS) sanken nach der Ankündigung um 17 Prozent. Analysten von Barclays werten die Aufnahme von Eigenkapital als positives Signal für die Bonität des Unternehmens.
- Aktionäre fürchten Verwässerung: Die Kehrseite ist die geplante Ausgabe neuer Aktien im Wert von geschätzt 20 bis 25 Milliarden Dollar. Dies verwässert den Anteil der bestehenden Aktionäre erheblich. UBS warnte bereits, dass dieser Schritt am Aktienmarkt auf wenig Gegenliebe stoßen dürfte. Berichten zufolge nutzt Oracle ein „At-the-Market“-Angebot, das in den kommenden Wochen rund 10 Prozent des gesamten Handelsvolumens ausmachen könnte.
Klumpenrisiko OpenAI
Ein weiteres Risiko liegt in der Konzentration auf wenige Großkunden. Analysten weisen darauf hin, dass von den verbleibenden Leistungsverpflichtungen in Höhe von 523 Milliarden Dollar mindestens 300 Milliarden Dollar allein auf OpenAI entfallen. Diese starke Abhängigkeit, kombiniert mit den Finanzierungsplänen, hat die Aktie weit von ihrem 52-Wochen-Hoch bei 280,70 USD entfernt. Aktuell notiert das Papier bei nur noch 146,67 USD.
Der nächste entscheidende Termin ist der 9. März 2026, wenn Oracle voraussichtlich seine Quartalszahlen vorlegt. Anleger werden dann konkrete Beweise sehen wollen, dass der teure Ausbau der KI-Infrastruktur profitables Wachstum generiert und das Vertrauen der Investoren zurückgewinnen kann.
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