Oracle Aktie: Quartalszahlen am 10. Juni
Oracle präsentiert am 10. Juni die Q4-Zahlen 2026. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von 1,95 US-Dollar.

Kurz zusammengefasst
- Vorlage der Q4-Zahlen am 10. Juni
- Cloud-Infrastruktur wächst um 84 Prozent
- Auftragsbestand nahe einer halben Billion
- Rechenzentren-Campus in New Mexico geplant
Oracle legt am 10. Juni 2026 nach US-Börsenschluss die Zahlen für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 vor. Um 23 Uhr mitteleuropäischer Zeit folgt eine Telefonkonferenz mit Webcast, abrufbar über die Investor-Relations-Seite des Konzerns. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von 1,95 US-Dollar.
Die Aktie legte am gestrigen Montag um mehr als acht Prozent zu und schloss bei 213,35 Euro. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von knapp 28 Prozent zu Buche, binnen zwölf Monaten sind es 46,6 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 280,70 Euro trennen die Papiere aktuell rund 24 Prozent.
Cloud-Infrastruktur treibt Wachstum
Im dritten Geschäftsquartal 2026 übertraf Oracle die Erwartungen. Der Gewinn je Aktie lag bei 1,79 US-Dollar, der Umsatz kletterte um 21,7 Prozent auf 17,19 Milliarden US-Dollar. Besonders stark entwickelte sich die Cloud-Infrastruktur: Die Erlöse in diesem Segment sprangen um 84 Prozent auf 4,9 Milliarden US-Dollar.
Der Auftragsbestand erreichte Ende des dritten Quartals knapp eine halbe Billion US-Dollar. Ein wesentlicher Treiber war ein 30-Milliarden-Dollar-Vertrag mit der US-Regierung über Cloud-Kapazitäten für KI-Anwendungen im Verteidigungs- und Sicherheitsbereich.
Rechenzentren-Offensive in New Mexico
Oracle investiert massiv in den Ausbau seiner KI-Infrastruktur. Das Projekt Jupiter, ein geplanter Rechenzentren-Campus in Doña Ana County, New Mexico, soll über 4.000 Bauarbeitsplätze schaffen und langfristig rund 1.500 Vollzeitstellen sichern. Der Konzern kündigte zudem 50 Millionen US-Dollar für die lokale Wasserversorgung an und plant den Einsatz von Brennstoffzellen-Technologie.
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Ende Mai startete Oracle eine zweisprachige Marketingkampagne in New Mexico, um die wirtschaftlichen und ökologischen Vorteile des Projekts zu kommunizieren. Die Initiative unterstreicht die strategische Bedeutung der Region für die Cloud- und KI-Expansion.
Technologie-Rally setzt sich fort
Der jüngste Kurssprung fügt sich in eine breitere Bewegung ein. Large-Cap-Technologiewerte und KI-Infrastrukturanbieter stehen bei Investoren hoch im Kurs. Oracle profitiert von dieser Rotation und übertraf am Montag sowohl den Nasdaq Composite als auch den S&P 500 deutlich.
Die Volatilität der Aktie liegt mit annualisierten 68 Prozent über 30 Tage weiterhin hoch. Der RSI notiert bei 58,3 und signalisiert noch Luft nach oben. Bleibt die Dynamik erhalten, könnte die Marke von 220 Euro in Reichweite rücken.
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