OpenAI sorgt mit einer Rekord-Finanzierungsrunde für Aufsehen – und bei Oracle dürften die Sektkorken knallen. Mit frischen 110 Milliarden US-Dollar in der Tasche ist die Zahlungsfähigkeit des wichtigsten Cloud-Kunden vorerst gesichert. Für Oracle, dessen Auftragsbücher prall gefüllt sind, entfällt damit eines der größten Risiken der letzten Monate: die Sorge, ob der KI-Pionier seine gigantischen Rechnungen überhaupt begleichen kann.
Milliarden-Spritze für den Großkunden
Die Analysten von BNP Paribas bewerten den Deal als entscheidenden Wendepunkt. Da OpenAI nun über massive Liquidität verfügt, schwinden die Bedenken um die Finanzierbarkeit der enormen Infrastruktur-Kosten. Oracle fungiert hier als zentraler Ausrüster: Ein Vertrag über rund 300 Milliarden US-Dollar mit einer Laufzeit von fünf Jahren steht im Raum.
Die neue Kapitaldecke garantiert, dass OpenAI diese Rechnungen für Serverkapazitäten und Rechenzentren bedienen kann. Vor diesem Hintergrund bestätigen die Experten von BNP Paribas ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 290 US-Dollar. Das sogenannte Kontrahentenrisiko, das zuletzt auf dem Aktienkurs lastete, hat sich deutlich reduziert.
Fokus verschiebt sich auf Umsetzung
Trotz der positiven Nachrichten steht die Oracle-Aktie weiter unter Druck. Seit Jahresanfang verlor das Papier rund 26 Prozent an Wert und notiert weit unter dem 52-Wochen-Hoch. Der Markt zweifelt weniger an der Nachfrage als an der technischen und finanziellen Umsetzung der Projekte.
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Oracle muss gewaltige Summen investieren, um Vorhaben wie das geplante 1-Gigawatt-Rechenzentrum in Abilene, Texas, bis Ende 2026 fertigzustellen. Da der Konzern im Gegensatz zu anderen Tech-Riesen aktuell keinen positiven freien Cashflow generiert, ist er für diese Expansion auf Schulden angewiesen. Um die vertraglich zugesicherte Kapazität bereitzustellen, plant das Unternehmen, im laufenden Jahr bis zu 50 Milliarden US-Dollar aufzunehmen.
Zahlenwerk in Sichtweite
Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf den 9. März 2026. Dann wird Oracle seine Ergebnisse für das dritte Quartal präsentieren. Analysten erwarten einen Umsatz von knapp 17 Milliarden US-Dollar, getrieben durch das stark wachsende Cloud-Geschäft, das zuletzt Währungsbereinigt um fast 40 Prozent zulegen konnte.
Mit der Finanzierung von OpenAI ist das Risiko eines Zahlungsausfalls vom Tisch, doch der Ball liegt nun bei Oracle. In der kommenden Woche muss das Management beweisen, dass es die Kluft zwischen vertraglichen Zusicherungen und physischer Infrastruktur schließen kann, ohne die Bilanz zu überlasten.
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