Oracle Aktie: Tencent-Milliarden!
Berichte über einen möglichen Cloud-Vertrag mit Tencent, ein Aktienkauf im Verwaltungsrat und Fortschritte beim Jupiter-Projekt stützen Oracle.
Kurz zusammengefasst
- Tencent-Vertrag über fünf Jahre berichtet
- Auftragsvolumen von rund sieben Milliarden Dollar
- Director kaufte 25.000 Oracle-Aktien
- Jupiter-Projekt bleibt im Zeitplan
Am letzten Handelstag der Woche legte die Aktie von Oracle um 2,9 % auf 126,50 € zu. Damit verzeichnete das Papier eine spürbare Gegenbewegung, nachdem der Titel seit Jahresanfang ein Minus von 24 % verbucht hat. Zu der jüngsten Stabilisierung trugen Berichte über einen milliardenschweren Großauftrag aus Asien sowie ein dokumentierter Aktienkauf aus den eigenen Führungsethen bei.
Rechenzentrumskapazitäten für Tencent
Medienberichten zufolge hat der chinesische Technologiekonzern Tencent eine fünfjährige Vereinbarung zur Nutzung von Oracle-Rechenzentren in Südostasien getroffen. Der Vertrag soll ein Gesamtvolumen von rund 7 Milliarden $ umfassen. Im Rahmen dieser Vereinbarung erhält Tencent dem Vernehmen nach Zugriff auf etwa 100.000 moderne KI-Halbleiter. Zu den berichteten Konditionen gehört eine Vorauszahlung in Höhe von rund 30 %.
Für Oracle bedeutet die gemeldete Vereinbarung einen bedeutenden Schritt beim Ausbau der eigenen Cloud-Infrastruktur in Asien. Das Abkommen unterstreicht die anhaltend hohe Nachfrage nach spezialisierter Rechenleistung für Anwendungen im Bereich der künstlichen Intelligenz.
Vertrauenssignal aus dem Verwaltungsrat
Zusätzliche Unterstützung erhielt der Software- und Cloud-Konzern durch eine Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC. Wie aus dem zugehörigen Formular hervorgeht, erwarb Oracle-Director Stephen H. Rusckowski am 29. September insgesamt 25.000 Oracle-Aktien über den offenen Markt.
Ein solcher Zukauf durch ein Mitglied des Verwaltungsrats wird von Marktteilnehmern häufig als positives Signal hinsichtlich der operativen Entwicklung und der mittelfristigen Aussichten gewertet.
Entwarnung bei Großprojekten
Parallel dazu entspannte sich die Lage an einem zentralen Infrastrukturstandort. Oracle und der Partner STACK Infrastructure gaben am Donnerstag bekannt, dass Überschwemmungen das Areal des Großprojekts Jupiter im Süden von New Mexico erreicht haben. Bei dem Vorfall sei jedoch keine kritische Infrastruktur beschädigt worden.
Das Vorhaben verbleibe im vorgesehenen Zeitplan, was Befürchtungen bezüglich akuter Projektrisiken zerstreute. Zuvor hatte Oracle eine Mitteilung über höhere Gewalt an den Entwicklungspartner gerichtet, um sich für den Fall von Verzögerungen bei der Stromversorgung die Möglichkeit offenzuhalten, Mietzahlungen bei einer Verfehlung des Zieltermins für 2028 aufzuschieben.
In Wisconsin steht derweil die Netzanbindung für ein weiteres Rechenzentrumsprojekt vor bürokratischen Schritten. Die erforderlichen Arbeiten der American Transmission Company benötigen eine Genehmigung der Public Service Commission of Wisconsin, bei der eine Entscheidung über die Vollständigkeit der Antragsunterlagen um den 19. Oktober erwartet wird.
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