Oracle Aktie: Unsichere Wogen?

Oracle-Aktie verliert nach Sammelklage von Anleihegläubigern wegen mangelnder Transparenz bei der AI-Finanzierung. Die hohe Verschuldung von 108 Milliarden Dollar rückt das Kreditrisiko in den Fokus.

Kurz zusammengefasst:
  • Sammelklage zu 56 Mrd. Dollar AI-Finanzierung
  • Schuldenlast von 108 Mrd. Dollar belastet Aktie
  • Insiderverkäufe nach vorab festgelegtem Plan
  • Quartalsdividende von 0,50 Dollar steht an

Oracle gerät heute an der Börse unter Druck. Der Kurs liegt rund 2 % im Minus und pendelt um 187 Dollar. Auslöser sind vor allem eine Sammelklage von Anleihegläubigern rund um die Finanzierung des AI-Ausbaus und wachsende Sorgen über die Schuldenlast – trotz planmäßiger Insiderverkäufe und bevorstehender Dividende.

Sammelklage wegen AI-Finanzierung

Im Zentrum der aktuellen Skepsis steht eine neue Klage von Bondinvestoren. Laut Berichten von Forbes und The Economic Times haben Anleihegläubiger eine Sammelklage gegen Oracle eingereicht. Sie werfen dem Unternehmen vor, die tatsächlichen Finanzierungserfordernisse für den massiven Ausbau der AI-Infrastruktur nicht ausreichend offengelegt zu haben.

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Konkret geht es um eine Anleihe-Emission über 18 Milliarden Dollar aus September 2025. Die Kläger argumentieren, sie seien in die Irre geführt worden, weil Oracle zum Zeitpunkt der Platzierung nicht offengelegt habe, dass schon bald weitere 38 Milliarden Dollar aufgenommen werden müssten. In Summe wäre die neue Verschuldung damit in kurzer Zeit auf fast 56 Milliarden Dollar angewachsen.

Diese schnelle Hebelung der Bilanz rückt das Kreditrisiko in den Vordergrund. Berichten zufolge sind die Spreads von Credit Default Swaps auf Niveaus gestiegen, die zuletzt 2009 erreicht wurden. Viele Investoren hinterfragen damit die Transparenz der Kapitalstrategie in einer Phase, in der Oracle aggressiv in AI-Infrastruktur investiert.

Insiderverkäufe im Kontext

Parallel dazu beobachten Marktteilnehmer die Insideraktivität. Laut MarketBeat und SEC-Meldungen hat Executive Vice President Douglas Kehring am 15. Januar 2026 insgesamt 35.000 Aktien verkauft und dabei rund 6,82 Millionen Dollar erlöst.

Wichtig ist hier der Rahmen: Der Verkauf erfolgte im Rahmen eines Rule 10b5-1 Trading Plans, der bereits am 9. Oktober 2025 eingerichtet wurde – also deutlich vor Bekanntwerden der aktuellen rechtlichen Auseinandersetzungen. Solche Pläne legen im Voraus feste Verkaufszeitpunkte und -volumina fest, um Vorwürfe des Insiderhandels auf Basis nicht-öffentlicher Informationen zu vermeiden.

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Wesentliche Insiderdaten:

  • Jüngster Verkauf: 35.000 Aktien zu etwa 194,89 Dollar (15. Januar 2026)
  • Struktur: Abwicklung über einen vorab festgelegten Rule-10b5-1-Plan
  • Volumen 3 Monate: Insgesamt 161.588 verkaufte Insider-Aktien im Wert von rund 39,98 Mio. Dollar
  • Beteiligung: Unternehmensinsider halten weiterhin etwa 40,90 % der Aktien

Die Verkaufsaktivität ist zwar umfangreich, der vorab definierte Plan spricht jedoch eher für automatisierte Diversifikation als für eine kurzfristige Reaktion auf die aktuellen Belastungsfaktoren.

Kreditrisiko rückt in den Vordergrund

Trotz des erklärbaren Charakters der Insiderverkäufe bleibt die Stimmung angespannt. Berichten zufolge haben prominente Investoren, darunter Michael Burry, Short-Positionen aufgebaut und verweisen auf die stark gestiegene Verschuldung.

Im Markt kursiert das Bild einer wachsenden Diskrepanz: Während ein Teil der Aktionäre auf langfristige AI-Erträge setzt, fokussieren Kreditmärkte auf den unmittelbaren Mittelabfluss für Zins- und Tilgungszahlungen auf einen Schuldenberg von 108 Milliarden Dollar. Dieser Fokus auf das Kreditprofil verstärkt die Sensibilität gegenüber jeder neuen Nachricht zur Finanzierung des AI-Ausbaus.

Dividende und charttechnische Lage

Kurzfristig erhalten Anteilseigner einen kleinen Kapitalrückfluss. Oracle will am 23. Januar 2026 eine Quartalsdividende von 0,50 Dollar je Aktie ausschütten. Das entspricht einer Rendite von rund 1 %, hat den aktuellen Kursrückgang bisher aber nicht aufgehalten.

Aus technischer Sicht testet die Aktie derzeit Unterstützungszonen, während der Markt die möglichen Folgen der Bondholder-Klage einpreist. Die Kombination aus ambitionierten AI-Umsatzzielen und einer deutlich erhöhten Schuldenlast dürfte die Schwankungsbreite der Aktie in der nächsten Zeit hoch halten, insbesondere solange die rechtlichen und kreditbezogenen Fragen nicht geklärt sind.

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