Oracle: Price Target auf $243.87 gesenkt
Oracle verzeichnet einen Auftragsstau von 553 Milliarden Dollar, doch massive Infrastrukturinvestitionen belasten die Bilanz. Die Aktie erholt sich nach einem Ausverkauf.

Kurz zusammengefasst
- Auftragsbestand erreicht 553 Milliarden US-Dollar
- Investitionen von 50 Milliarden Dollar für 2026 geplant
- Cloud-Umsatz steigt um 84 Prozent
- Aktie erlebt starke Erholungswoche
Rekordverdächtige Auftragsbücher, aber explodierende Kosten. Bei Oracle klaffen die langfristigen KI-Fantasien und die kurzfristige Bilanzrealität weit auseinander. Nach einem monatelangen Ausverkauf meldet sich die Aktie nun mit einer der stärksten Handelswochen seit dem Dotcom-Boom zurück.
Ein Vertrag mit Bloom Energy über gewaltige Stromkapazitäten für neue KI-Rechenzentren lieferte den Auslöser für die Erholung. An der Börse kletterte das Papier in den vergangenen sieben Tagen um gut 12 Prozent auf aktuell 155,24 Euro. Vom 52-Wochen-Hoch bei knapp 281 Euro bleibt der Titel damit allerdings noch weit entfernt.
Auftragsstau in nie gekanntem Ausmaß
Im Zentrum der Analystendebatte steht die gigantische Pipeline des Softwarekonzerns. Die vertraglich zugesicherten, aber noch nicht abgerechneten Umsätze summierten sich zuletzt auf 553 Milliarden US-Dollar. Darin enthalten sind großvolumige KI-Verträge mit Branchengrößen wie OpenAI und Meta.
Parallel dazu wächst das operative Geschäft rasant. Der Umsatz der Oracle Cloud Infrastructure stieg im dritten Geschäftsquartal um 84 Prozent auf 4,9 Milliarden US-Dollar. Vor allem das Geschäft mit Grafikprozessoren trieb diese Entwicklung an.
Dieser Expansionskurs hat seinen Preis. Um die immense Nachfrage bedienen zu können, muss das Management massiv in neue Infrastruktur investieren.
Für das Geschäftsjahr 2026 plant Oracle Investitionsausgaben von rund 50 Milliarden US-Dollar. Das drückt den freien Cashflow ins Minus und treibt die Gesamtverschuldung über die Marke von 100 Milliarden US-Dollar. Zinssensitivität und Ausführungsrisiken rücken damit in den Vordergrund.
Software-Offensive und Bewertung
Abseits der reinen Rechenleistung baut das Unternehmen sein Software-Portfolio um. Anfang April startete eine neue Suite KI-gesteuerter Werkzeuge zur Automatisierung von Unternehmensprozessen. Mehr als 2.000 Kunden nutzen diese sogenannten Agentic-Anwendungen bereits aktiv.
Die Wall Street blickt mehrheitlich optimistisch auf diese Transformation. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei knapp 22 — ein deutlicher Abschlag zur aktuellen Bewertung. Analysten kalkulieren fest mit einem beschleunigten Gewinnwachstum.
Die entscheidende Hürde für die kommenden Monate ist klar definiert. Oracle muss beweisen, wie schnell sich der Rekordauftragsbestand von über einer halben Billion Dollar in tatsächliche Umsätze umwandeln lässt. Spätestens zur Vorlage der nächsten Quartalszahlen wird der Markt genaue Fortschritte bei dieser Konvertierung einfordern.
Oracle-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Oracle-Analyse vom 21. April liefert die Antwort:
Die neusten Oracle-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Oracle-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Oracle: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...