OraSure Technologies steht vor entscheidenden Wochen. Während ein aktivistischer Investor personelle Konsequenzen im Verwaltungsrat fordert, treibt das Unternehmen wichtige Zulassungsverfahren für neue Diagnostikprodukte voran. Diese Entwicklungen fallen in eine Phase, in der OraSure nach dem Wegfall der Corona-Sonderkonjunktur händeringend nach neuen Wachstumstreibern sucht.
- Aktivistischer Druck: Altai Capital hält 5,2 % der Anteile und fordert zwei Sitze im Verwaltungsrat.
- Produkt-Pipeline: FDA-Zulassungsanträge für neue Schnelltests und Heim-Diagnostikgeräte wurden eingereicht.
- Termine: Die Veröffentlichung der nächsten Quartalszahlen wird für Ende Februar erwartet.
Machtkampf im Verwaltungsrat
Mitte Januar wurde bekannt, dass der aktivistische Investor Altai Capital zwei Kandidaten für die Wahl auf der Hauptversammlung 2026 nominiert hat. Darunter befindet sich auch Firmengründer Rishi Bajaj. Altai Capital begründet diesen Schritt mit einer enttäuschenden Kursentwicklung und kritisiert die strategischen Entscheidungen des Managements. Der Investor fordert mehr Expertise und eine direkte Vertretung der Aktionärsinteressen im Gremium.
Die Unternehmensführung reagierte zurückhaltend und verwies auf laufende Bemühungen, den Verwaltungsrat aus eigenen Stücken zu erneuern. Zwar habe man Gespräche mit Bajaj geführt, sich jedoch letztlich für einen anderen Kandidaten entschieden. Kann die neue Produktstrategie die Kritiker besänftigen?
Offensive bei FDA-Zulassungen
Parallel zur Unruhe auf der Aktionärsebene forciert OraSure die Erweiterung seines Portfolios. In den letzten Wochen hat das Unternehmen mehrere Anträge bei der US-Gesundheitsbehörde FDA eingereicht. Im Fokus stehen molekulare Schnelltests für sexuell übertragbare Infektionen wie Chlamydien und Gonorrhö, die für die Heimanwendung konzipiert sind.
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Zusätzlich treibt das Unternehmen die Zulassung des „Colli-Pee“-Systems voran, ein Gerät zur einfachen Urinentnahme zu Hause. Diese Schritte sind Teil einer breiteren Strategie, die Diagnostik weg von Kliniken hin zum Patienten zu verlagern. Angesichts des wachsenden Marktes für personalisierte Medizin und KI-gestützte Diagnostik versucht OraSure, sich als führender Anbieter von Probenentnahmesystemen zu positionieren.
Spannung vor den Quartalszahlen
Marktbeobachter warten nun gespannt auf den nächsten Finanzbericht, der voraussichtlich am 24. Februar oder 2. März veröffentlicht wird. Die Zahlen müssen belegen, dass OraSure die Abhängigkeit von ehemaligen COVID-19-Großaufträgen erfolgreich reduziert hat. Im dritten Quartal 2025 gelang zwar eine positive Überraschung beim Gewinn pro Aktie, der Umsatz blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück.
Das Management arbeitet derzeit massiv an der Diversifizierung des Geschäftsmodells. Der Fokus liegt dabei auf organischem Wachstum in der Molekulardiagnostik sowie auf potenziellen strategischen Partnerschaften. Die kommenden Quartalszahlen werden zeigen, ob diese Neuausrichtung bereits ausreicht, um den operativen Cashflow nachhaltig zu stabilisieren.
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