Orsted Aktie: 20,15 Prozent Plus seit März
Der Windenergiekonzern verzeichnet einen technischen Dämpfer, bleibt aber dank solider Fundamentaldaten und bestätigter Prognose auf Kurs.

Kurz zusammengefasst
- Kurs fällt unter 38-Tage-Linie
- Aufwärtstrend seit März intakt
- Offshore-Produktion steigt um 27%
- Jahresprognose unverändert bestätigt
Die Aktie von Ørsted hat am Donnerstag einen kleinen Rücksetzer erlitten. Der Kurs fiel auf 21,76 Euro und rutschte damit unter die 38-Tage-Linie. Eine technische Korrektur – mehr nicht. Erst vor wenigen Tagen hatte der Windenergie-Konzern ein Sechs-Monats-Hoch erreicht.
Kurzfristiges Signal, langfristiger Trend
Der Durchbruch nach unten ist technisch gesehen ein kurzfristiges Warnsignal. Die 38-Tage-Linie liegt bei 21,92 Euro. Doch der Blick auf die längeren Zeiträume zeigt etwas anderes.
Seit dem 24. März 2026 befindet sich die Aktie im Aufwärtstrend. Das Plus in dieser Phase: 20,15 Prozent. Und zur 200-Tage-Linie bei 18,33 Euro beträgt der Abstand komfortable 18,70 Prozent. Diese Kennzahlen sprechen für eine stabile Basis.
Die weiteren gleitenden Durchschnitte untermauern das Bild:
* 20-Tage-Linie: 22,08 Euro
* 50-Tage-Linie: 21,41 Euro
* 100-Tage-Linie: 20,36 Euro
Bemerkenswert: Erst am Dienstag hatte die Aktie mit 22,72 Euro ein Sechs-Monats-Hoch markiert. Der Rücksetzer ist also eine Verschnaufpause nach einer starken Phase.
Starke operative Basis
Die technische Volatilität spielt sich vor einem soliden Fundament ab. Im ersten Quartal 2026 erzielte Ørsted ein EBITDA von 9,5 Milliarden Dänischen Kronen – bereinigt um neue Partnerschaften und Stornierungsgebühren.
Der Treiber: Die Offshore-Windkraftproduktion stieg um 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Rückenwind gab es durch hohe Windgeschwindigkeiten und neue Projekte wie Borkum Riffgrund 3 und Greater Changhua 4.
Der Nettogewinn von 2,6 Milliarden Kronen litt unter nicht zahlungswirksamen Steuereffekten und Abschreibungen auf US-Windkraftanlagen. Die hohen Zinsen in den USA belasten weiterhin. Die Liquiditätsreserven des Konzerns bleiben mit über 115 Milliarden Kronen aber üppig.
Prognose bestätigt
Das Management hält an den Jahreszielen fest. Für 2026 erwartet Ørsted ein EBITDA von mehr als 28 Milliarden Kronen. Die Bruttoinvestitionen sollen zwischen 50 und 55 Milliarden Kronen liegen. Der Ausbau des globalen Portfolios an erneuerbaren Energien läuft auf Hochtouren.
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