Palantir Aktie: 500-Millionen-Deal mit Kirkland & Ellis
Palantir sichert sich einen 500-Millionen-Dollar-Auftrag, leidet aber unter einem behördlichen Eingriff im KI-Sektor und politischen Unsicherheiten in Großbritannien.

Kurz zusammengefasst
- Halbe Milliarde Dollar Deal mit Kirkland & Ellis
- US-Regierung stoppt KI-Modelle von Anthropic
- Britische Regierung prüft NHS-Datenvertrag
- Norges Bank und Vanguard stocken Anteile auf
Palantir meldet einen gewaltigen Deal mit der weltgrößten Anwaltskanzlei. Die Börse reagiert mit einem Kursrutsch. Ein überraschender Eingriff der US-Regierung bei einem Konkurrenten zieht den gesamten KI-Sektor nach unten. Die Aktie beendete die Woche bei 110,66 Euro. Das entspricht einem Wochenverlust von rund sechs Prozent.
Millionen-Deal trifft auf Marktschock
Die Kanzlei Kirkland & Ellis investiert eine halbe Milliarde US-Dollar in Palantirs Architektur. Im Zentrum steht die neue „Fund Formation Engine“. Das System bündelt das Wissen von über 1.000 Anwälten. Es trennt simples KI-Lesen von strenger logischer Prüfung. So vermeidet die Software erfundene Fakten bei der Auswertung komplexer Verträge.
Dieser kommerzielle Erfolg verpufft am Markt. Die US-Regierung hat die Abschaltung von Anthropics stärksten KI-Modellen angeordnet. Die Versionen Fable 5 und Mythos 5 gelten als nationales Sicherheitsrisiko. Palantir ist davon nicht direkt betroffen. Die Nachricht löste an der Börse eine branchenweite Flucht aus KI-Werten aus.
Hängepartie in Europa
Parallel dazu kämpft Palantir mit politischen Hürden. Die britische Regierung prüft den Datenvertrag mit dem Gesundheitsdienst NHS. Das Projekt hat ein Volumen von 330 Millionen Pfund. Eine Entscheidung über eine mögliche Ausstiegsklausel fällt wohl erst Anfang 2027.
Intern sorgt die Machtverteilung für Unmut. Externe Investoren forderten kürzlich eine unabhängige Menschenrechtsprüfung. Der Antrag scheiterte an den weitreichenden Sonderstimmrechten der Gründer.
Großinvestoren greifen zu
Einige große Adressen nutzen die Kursschwäche. Die Norges Bank baute eine neue Position im Wert von gut fünf Milliarden US-Dollar auf. Vanguard stockte seinen Anteil um vier Prozent auf. Insider wie David Glazer verkauften indes Aktien, primär zur Begleichung von Steuerpflichten.
Charttechnisch bleibt die Lage angespannt. Seit Jahresbeginn verlor das Papier knapp 23 Prozent. Der Kurs notiert weit unter seiner 200-Tage-Linie. Im August 2026 präsentiert das Management die nächsten Quartalszahlen. Dann muss Palantir beweisen, dass das rasante Umsatzwachstum anhält. Einige Tech-Firmen bremsen ihre KI-Ausgaben wegen steigender operativer Kosten bereits ab.
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