Palantir Aktie: 500-Millionen-Deal mit Kirkland & Ellis
Palantir sichert sich 500-Millionen-Dollar-Partnerschaft mit Kirkland & Ellis und ist nun im Google Cloud Marketplace vertreten.

Kurz zusammengefasst
- 500-Millionen-Partnerschaft mit Kirkland & Ellis
- KI-Plattform für über 1.000 Anwälte
- Listung im Google Cloud Marketplace
- Expansion nach Mexiko und Südkorea
Palantir hat am Donnerstag gleich zwei strategische Großankündigungen gemacht. Der Datenanalyse-Spezialist geht eine milliardenschwere Partnerschaft mit Kirkland & Ellis ein, der umsatzstärksten Anwaltskanzlei der Welt. Parallel dazu ist Palantir ab sofort im Google Cloud Marketplace verfügbar. Kein Wunder, dass die Anleger aufhorchen – auch wenn der Aktienkurs selbst kaum reagiert.
500 Millionen Dollar für KI im Rechtsmarkt
Die Zusammenarbeit mit Kirkland & Ellis erstreckt sich über mehrere Jahre. Insgesamt fließen 500 Millionen US-Dollar in den Aufbau einer spezialisierten KI-Plattform für die Private-Equity-Beratung. Für 2026 sind zunächst 100 Millionen Dollar vorgesehen.
Das Ziel: eine maßgeschneiderte KI-Lösung für über 1.000 Anwälte. Schwerpunkte sind Private-Equity-Fundraising, Compliance und die Verwaltung von Side Letters. Palantir hat nach eigenen Angaben keinen Zugriff auf vertrauliche Mandantendaten. Im Vorjahr betreute Kirkland & Ellis Private-Equity-Projekte im Volumen von knapp 500 Milliarden Dollar.
Google-Cloud-Integration mit Doppeleffekt
Die Listung im Google Cloud Marketplace eröffnet Palantir neue Vertriebswege. Technisch im Kern: eine bidirektionale Datenverbindung zwischen Googles BigQuery und Palantirs Foundry. Zudem lassen sich Googles Gemini-Modelle direkt mit Palantirs AIP-Plattform koppeln.
Erste Kunden wie der Industriekonzern Eaton setzen diese Kombination bereits in der Produktion ein. Das Signal ist klar: Palantir drängt in industrielle KI-Anwendungen – weit über den klassischen Analyse-Markt hinaus.
Expansion in Mexiko und Südkorea
Auch international lief die Woche für Palantir gut. Mit GNP Seguros, Mexikos größtem Versicherer, wurde ein mehrjähriger Millionen-Auftrag geschlossen. Es ist der erste große öffentliche kommerzielle Kunde des Unternehmens in Mexiko. Eingesetzt werden AIP und Foundry für Betrugserkennung und Echtzeit-Underwriting – in den Sparten Gesundheit, Leben und Kfz.
In Asien startete Kearney AI.X dieser Tage ein „Manufacturing Ontology Team“ auf Palantir-Basis. In Südkorea laufen bereits Pilotprojekte in der Halbleiter- und Schwerindustrie.
Starke Zahlen, schwächelnder Kurs
Palantir hat im ersten Quartal 2026 den Umsatz um 85 Prozent auf 1,63 Milliarden Dollar gesteigert. Der US-Commercial-Bereich legte sogar um 133 Prozent auf 595 Millionen Dollar zu. Die Aktie steht bei 122,78 Euro – kaum verändert zum Vortag.
Doch die Börse bleibt skeptisch. Der Kurs liegt 11,17 Prozent unter der 200-Tage-Linie und gut 31 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf 14,20 Prozent. Die vielen neuen Deals müssen sich erst in nachhaltigem Kursvertrauen niederschlagen. Die nächsten Quartalszahlen werden zeigen, ob die operative Dynamik ausreicht, um auch die Bewertungszweifel an der Börse auszuräumen.
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