Palantir Aktie: AI-Favorit 2026

Palantir wird von Analysten als führende KI-Aktie für 2026 eingestuft, nachdem die Aktie 2025 stark zulegte. Die kommenden Quartalszahlen müssen nun das hohe Tempo im kommerziellen Geschäft bestätigen.

Kurz zusammengefasst:
  • Analysten sehen Palantir als zentrale KI-Infrastruktur
  • Starkes Wachstum im US-Kommerzgeschäft
  • Konsolidierung nach massiver Kursrally
  • Hohe Erwartungen an kommende Quartalszahlen

Palantir hat ein außergewöhnliches Börsenjahr 2025 hinter sich und startet mit einem klaren Etikett ins neue Jahr: „Top AI Play“ für 2026, vergeben von Wedbush Securities. Nach einer Rally, die den Kurs zeitweise in Richtung 200 US-Dollar geführt hat, setzt nun eine Verschnaufpause ein. Entscheidend ist dabei weniger die jüngste Korrektur, sondern die Frage, ob das Wachstumstempo die hohen Erwartungen tragen kann – genau hier setzt die aktuelle Analystenstory an.

Wedbush sieht Palantir an der AI-Spitze

Am letzten Handelstag 2025 stellten Wedbush-Analysten Palantir gemeinsam mit Microsoft als zentrale Anlagethemen für 2026 heraus. Hintergrund ist aus ihrer Sicht die nächste Phase der „AI-Revolution“: weniger Testprojekte, mehr breite Einführung in Unternehmen und Behörden.

Palantir

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Palantirs Plattform wird in dieser Logik als eine Art Basisinfrastruktur gesehen – gerade für staatliche Stellen und große Konzerne. Die Anerkennung als „Top AI Play“ stützt damit die Einschätzung, dass aus vielen Pilotprojekten dauerhaft laufende Großverträge werden können. Das ist der Kern der aktuellen Investmentstory: weg vom Experiment, hin zum skalierbaren Standardwerkzeug.

Konsolidierung nach Rally

In der letzten Dezemberwoche kam der Kurs spürbar zurück und gab rund 6 % nach. Gestern ging die Aktie bei 177,76 US-Dollar aus dem Handel, was einem Wochenminus von 5,8 % entspricht. Im größeren Bild bleibt der Trend aber eindeutig: Auf 12-Monats-Sicht steht ein Plus von rund 142 %, der Titel notiert deutlich über seinen gleitenden Durchschnitten und liegt noch immer knapp unter seinem 52-Wochen-Hoch.

Die jüngste Schwächephase fällt in eine Phase, in der viele institutionelle Investoren ihre Bücher zum Jahresende neu ausrichten. Das spricht eher für Gewinnmitnahmen und Bewertungsanpassungen als für eine abrupte Abkehr vom Geschäftsmodell. Gleichzeitig erinnert die Korrektur daran, wie sensibel der Markt auf Bewertungsfragen reagiert, wenn eine Aktie so stark gelaufen ist.

Wachstumstreiber: Regierung und US-Kommerz

Die Zuversicht der Analysten speist sich vor allem aus den Zahlen der zweiten Jahreshälfte 2025. Palantir konnte das Umsatzwachstum beschleunigen, nachdem zuvor eher das Narrativ dominierte, die Story sei „auserzählt“.

Wesentliche Punkte:

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  • Regierungsgeschäft: Nach einer Phase der Abschwächung legten die Umsätze im Public-Sektor wieder zu.
  • US-Kommerz: Das kommerzielle Geschäft in den USA wuchs in den jüngsten Quartalen mit dreistelligen Jahresraten.
  • Vertrieb: Die sogenannte „Bootcamp“-Strategie – intensive Workshops, in denen Kunden konkrete AI-Anwendungsfälle aufsetzen – verkürzt nach Unternehmensangaben den Verkaufszyklus und führte im vierten Quartal 2025 zu einer Rekordzahl abgeschlossener Deals.

Im Vergleich zu etablierten Softwareanbietern wie Salesforce oder ServiceNow, die 2025 teilweise mit Flauten oder Wachstumsdellen zu kämpfen hatten, hat sich Palantir damit deutlich abgekoppelt. Treiber ist, dass AI-Anwendungen nicht nur angekündigt, sondern im operativen Alltag der Kunden tatsächlich genutzt werden.

Hohe Erwartungen im Kurs eingepreist

Der starke Lauf hat allerdings seinen Preis. Palantir wird mit einem Bewertungsaufschlag gegenüber typischen Technologiebarometern wie dem Nasdaq 100 gehandelt. Der Markt bezahlt also bereits heute für künftiges Wachstum, das erst noch geliefert werden muss.

Einige Eckpunkte zur Lage:

  • Deutlich über langfristigen Durchschnitten: Der Kurs liegt klar über dem 50-, 100- und 200-Tage-Durchschnitt, was den übergeordneten Aufwärtstrend unterstreicht.
  • Überkaufte Zone: Der RSI von 78,8 signalisiert kurzfristig ein angespanntes Niveau nach oben.
  • Marktkapitalisierung: Palantir hat sich von einem Mid-Cap-Wachstumstitel zu einem Schwergewicht entwickelt – mit entsprechend höherer Aufmerksamkeit und geringerer Fehlertoleranz bei Zahlen.

Die Aufnahme in den S&P 500 im Jahr 2024 hat zusätzlich für eine breitere, stabilere Investorenbasis gesorgt. Gleichzeitig bedeutet die Größe: Enttäuschungen schlagen nun schneller auf den Kurs durch, weil viele Investoren auf präzise Planerfüllung achten.

Blick auf die Q4-Zahlen

Der nächste klare Prüfstein folgt mit den Quartalszahlen für Q4 2025, die für Anfang Februar erwartet werden. Im Fokus stehen dabei vor allem zwei Kennziffern:

  • Wachstum der kommerziellen Kundenzahl, insbesondere im US-Markt
  • Entwicklung der Net-Dollar-Retention, also wie stark bestehende Kunden ihre Ausgaben ausweiten

Aus technischer Sicht konsolidiert die Aktie derzeit auf hohem Niveau, bleibt aber in einem intakten langfristigen Aufwärtstrend. Entscheidend für den weiteren Verlauf 2026 wird sein, ob Palantir das dynamische Wachstum im kommerziellen Bereich bestätigen und dabei die hohen Erwartungen an seine AI-Plattform erfüllen kann – die kommenden Quartalszahlen liefern dazu den ersten Härtetest des Jahres.

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