Palantir Aktie: Almaganbetov hebt Ziel auf 230 Dollar
Palantir verzeichnet starkes Regierungsgeschäft und KI-Fortschritte, während die Aktie 2026 deutlich nachgibt. Analysten sehen hohes Kurspotenzial.

Kurz zusammengefasst
- Aktie seit Jahresbeginn im Minus
- Analyst hebt Kursziel deutlich an
- Ukraine wird zum KI-Testfeld
- US-Armee will Softwarelücken schließen
Starke Regierungsnachfrage, neue Militärprojekte, schwacher Chart: Bei Palantir passt die operative Dynamik kaum zum Börsenbild. Die Aktie hat 2026 spürbar an Boden verloren, obwohl der Softwareanbieter im Sicherheitsgeschäft schneller wächst als viele Rivalen. Genau dieser Gegensatz treibt die Debatte.
Die Aktie notiert bei 115,62 Euro und liegt seit Jahresanfang 19,20 Prozent im Minus. Vom jüngsten Hoch trennt sie inzwischen mehr als ein Drittel.
Analyst sieht deutlich mehr Spielraum
Freedom Capital-Analyst Almas Almaganbetov hat das Kursziel für Palantir kräftig angehoben. Statt 170 Dollar nennt er nun 230 Dollar, was vom jüngsten US-Niveau rund 70 Prozent Potenzial impliziert.
Seine Begründung ist klar: Die Nachfrage staatlicher Kunden übersteigt offenbar das, was Palantir kurzfristig bedienen kann. Das Unternehmen priorisiert deshalb Regierungsaufträge gegenüber Teilen des kommerziellen Geschäfts. Das ist für die Marge nicht automatisch besser, aber strategisch wichtig.
Im jüngsten Quartal sprang der Umsatz um 85 Prozent auf 1,63 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie verdoppelte sich auf 0,33 Dollar. Die Zahlen erklären, warum optimistische Analysten ihre Modelle anheben.
Die Börse reagiert trotzdem vorsichtig. Palantir wird weiter mit extrem hohen Multiples gehandelt, etwa dem 150-fachen Gewinn und dem 70-fachen Umsatz. Wer hier kauft, zahlt nicht für Stabilität, sondern für sehr langes Wachstum.
Ukraine wird zum KI-Testfeld
Ein zentraler Teil dieser Wachstumsstory spielt in der Ukraine. CEO Alex Karp traf in Kiew Präsident Wolodymyr Selenskyj und Mychajlo Fedorow. Thema war der Ausbau des „Brave1 Dataroom“, der KI-Modelle mit Gefechtsfelddaten trainiert.
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Das Ziel: eine Abfangquote von 95 Prozent gegen Luftbedrohungen. Besonders im Blick stehen rund 27.000 Shahed-Drohnen, die Russland einsetzt. Für Palantir ist das kein normales Softwareprojekt, sondern ein Einsatz unter Echtzeitbedingungen.
Mehr als 100 Unternehmen nutzen die Brave1-Plattform, um über 80 KI-Modelle zu trainieren. Es geht um Zielerkennung, Datenmarkierung und die schnellere Verknüpfung von Sensoren mit Abwehrsystemen.
Ukrainische Vertreter berichten von einem deutlichen Effizienzsprung. Die Markierung von Daten soll 90 Prozent schneller laufen, die Abfanggenauigkeit um 40 Prozent gestiegen sein. Solche Werte erklären, warum Militärs genau hinschauen.
US-Armee will Lücke schließen
Auch in Washington wächst das Interesse. US-Army-Secretary Dan Driscoll sagte vor dem Senat, das ukrainische „Delta“-System sei bei der Integration von Sensoren, Drohnen und Waffen weiter als die USA.
Die Antwort heißt „Operation Jailbreak“ in Fort Carson. Die Army will Softwarebarrieren aufbrechen und Datenflüsse in Echtzeit erzwingen. Palantir arbeitet daran neben Boeing, Lockheed Martin und Anduril.
Für die Aktie bleibt der Bewertungsdruck der Gegenpol. Kritiker wie Michael Burry setzen weiter auf fallende Kurse. Der Markt bevorzugt im KI-Sektor zuletzt eher Chips und Cloud-Infrastruktur als reine Softwareanwendungen.
Technisch bleibt das Bild angeschlagen: Der Kurs liegt 7,25 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt. Eine Rückkehr über diese Linie würde den Abwärtstrend sichtbar entschärfen. Bis dahin bleibt Palantir eine Wachstumsstory mit hoher Beweislast.
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