Palantir Aktie: Analysten sorgen für neue Fantasie

Neue Kaufempfehlung und Kurszielerhöhung von Truist Securities befeuern die Palantir-Aktie, während Spekulationen über Einsätze in Venezuela das Sicherheits-Narrativ stärken.

Kurz zusammengefasst:
  • Neues Kursziel von 223 Dollar bei Truist Securities
  • Spekulationen über Rolle bei US-Operationen in Venezuela
  • Vertragsverlängerung mit französischem Geheimdienst DGSI
  • Hohe Bewertung und Insider-Verkäufe als Risikofaktoren

Die Papiere von Palantir Technologies stehen aktuell im Schnittpunkt zweier mächtiger Treiber: dem ungebrochenen Hype um Künstliche Intelligenz und wachsenden geopolitischen Spannungen. Während Analysten dem Daten-Spezialisten eine rosige Zukunft prognostizieren und neue Kursziele ausrufen, sorgen unbestätigte Berichte über Einsätze in Venezuela für zusätzliche Aufmerksamkeit. Die Aktie profitiert von diesem Mix und notiert in Reichweite ihres jüngsten 52-Wochen-Hochs.

Analystenlob und Kurszielerhöhung

Hauptverantwortlich für die positive Stimmung ist eine frische Einschätzung von Truist Securities vom Dienstag. Analyst Arvind Ramnani nahm die Bewertung von Palantir mit einer Kaufempfehlung auf und setzte das Kursziel auf 223 US-Dollar. Dies würde vom aktuellen Niveau bei rund 181,68 US-Dollar ein weiteres Aufwärtspotenzial von über 20 Prozent bedeuten.

Palantir

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Ramnani bezeichnet Palantir als „Best-in-Class“-Anlage im Bereich der generativen KI. Besonders die „Artificial Intelligence Platform“ (AIP) ermögliche Kunden Effizienzsteigerungen, die in der Branche ihresgleichen suchen. Truist prognostiziert, dass Palantir durch Ausgaben im Regierungs- und im kommerziellen Sektor überdurchschnittlich profitieren wird. Unterstützung erhält diese These von Wedbush-Analyst Dan Ives, der Palantir als den „Messi der KI“ bezeichnete und das Unternehmen langfristig auf dem Weg zu einer Billionen-Bewertung sieht.

Geopolitik als Kurstreiber

Neben den fundamentalen Aussichten spielen Spekulationen eine wesentliche Rolle. Marktteilnehmer diskutieren unbestätigte Berichte, wonach Palantir-Software bei jüngsten US-Operationen in Venezuela im Kontext des Vorgehens gegen das Maduro-Regime eine Rolle gespielt haben könnte. Auch wenn das Unternehmen sich dazu nicht äußert, verstärkt dies das Narrativ der Aktie als Profiteur globaler Konflikte.

Faktisch untermauert wird die Bedeutung im Sicherheitssektor durch die im Dezember bestätigte Vertragsverlängerung mit dem französischen Inlandsgeheimdienst DGSI. Diese Mischung aus KI-Fantasie und harter Sicherheitsrelevanz sorgt für eine anhaltende Nachfrage nach dem Papier.

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Bewertung und Insider-Verkäufe

Trotz der Euphorie mahnt die Bewertung zur Vorsicht. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von über 400 und einem Kurs-Umsatz-Verhältnis nahe 100 ist viel Zukunftsmusik eingepreist. Bullen rechtfertigen dies mit der außergewöhnlichen Effizienz des Unternehmens: Die sogenannte „Rule of 40“ – eine Kennzahl, die Wachstum und Marge kombiniert – liegt bei bemerkenswerten 114 Prozent.

Anleger sollten jedoch beachten, dass Insider die Rally der letzten Monate genutzt haben, um Kasse zu machen. Zuletzt wurden Aktienverkäufe durch Führungskräfte gemeldet, was nach dem massiven Kursanstieg von rund 174 Prozent in den letzten 12 Monaten nicht ungewöhnlich, aber beobachtungswürdig ist.

Der nächste wichtige Impuls wird nun Anfang Februar 2026 erwartet, wenn Palantir die Zahlen für das vierte Quartal vorlegt. Analysten rechnen im Schnitt mit einem Umsatz von 1,34 Milliarden US-Dollar. Nur wenn diese Erwartungen übertroffen werden und der Ausblick für 2026 überzeugt, dürfte der Weg in Richtung des neuen Kursziels von 223 US-Dollar charttechnisch frei sein.

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