Die Palantir-Aktie hat am Montag kräftig zugelegt und nähert sich wieder ihrem 52-Wochen-Hoch. Auslöser war die „Operation Absolute Resolve“ vom 3. Januar – ein Militäreinsatz mit über 150 Flugzeugen, bei dem mutmaßlich Palantirs KI-Plattformen zum Einsatz kamen. Anleger setzen darauf, dass die Software des Unternehmens ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt hat.
Die Spekulation, dass Gotham oder die neuere AIP-Plattform bei der Aufklärung und Koordination eine zentrale Rolle spielten, treibt das Sentiment. Die Aktie legte am Montag fast 4 Prozent zu und handelt nun bei 174,60 US-Dollar. Das Narrativ: Palantirs Technologie ist kampferprobt – und genau das zieht frisches Kapital an.
Die Kehrseite: Bewertung auf Rekordniveau
Doch die Euphorie hat ihren Preis. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt mittlerweile bei etwa 435. Selbst für den KI-Sektor ist das extrem. Kritiker wie Michael Burry warnen seit Monaten: Die Aktie sei für Perfektion eingepreist. Bei einer Marktkapitalisierung von über 400 Milliarden US-Dollar und einem Kursplus von mehr als 120 Prozent im vergangenen Jahr bleibt kaum Spielraum für Enttäuschungen.
Die Frage ist, ob das operative Wachstum diese Bewertung rechtfertigen kann. Im dritten Quartal 2025 steigerte Palantir den Umsatz um 63 Prozent im Jahresvergleich – ein beeindruckendes Tempo. Interessant: Während die aktuellen Schlagzeilen die Militäranwendungen betonen, wächst das kommerzielle Geschäft mit der AIP-Plattform schneller als der Regierungsbereich.
Umsatzmix verschiebt sich
Der Anteil der Regierungsverträge liegt bei rund 55 Prozent – weniger als viele Investoren annehmen. Das zeigt, dass Palantir seine Abhängigkeit vom öffentlichen Sektor erfolgreich verringert. Dennoch bleibt die Regierung eine stabile Einnahmequelle, und geopolitische Ereignisse wirken sich unmittelbar auf die Stimmung aus.
Wichtige Kennzahlen:
- Aktueller Kurs: 174,60 USD (Montag)
- Analysten-Kursziel (Durchschnitt): 187,87 USD
- KGV: ~435
- Nächster Quartalsbericht: 2. Februar 2026
- 52-Wochen-Spanne: 63,61 – 194,17 USD
Analysten bleiben zurückhaltend
Trotz der jüngsten Kursgewinne zeigen sich Analysten skeptisch. Das durchschnittliche Kursziel von 187,87 US-Dollar impliziert nur noch rund 8 Prozent Aufwärtspotenzial. Die Mehrheit empfiehlt „Halten“ (68,75 Prozent), während jeweils weniger als ein Fünftel auf „Kaufen“ oder „Verkaufen“ setzen.
Technisch bewegt sich die Aktie in einer volatilen Zone. Der Widerstand bei 180 US-Dollar könnte sich als hartnäckig erweisen. Sollte die Marke von 165 US-Dollar nach unten durchbrochen werden, wäre das ein Signal für eine Trendumkehr.
Entscheidend wird der Quartalsbericht am 2. Februar. Anleger warten auf klare Belege, dass das Gewinnwachstum die extreme Bewertung langfristig rechtfertigen kann.
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