Palantir Aktie: Bundeswehr schließt Konzern aus
Palantir übertrifft Erwartungen im ersten Quartal, verliert aber einen Bundeswehr-Auftrag. Die Aktie leidet unter hoher Bewertung und Mittelabflüssen privater Anleger.

Kurz zusammengefasst
- Umsatzplus von 85 Prozent im Quartal
- Bundeswehr schließt Palantir aus
- Kurs seit Jahresbeginn um 19 Prozent gefallen
- Anleger rotieren in Halbleiterwerte
Starke Quartalszahlen, ein Bundeswehr-Rauswurf und ein Kurs, der seit Jahresbeginn fast ein Fünftel seines Wertes verloren hat— bei Palantir Technologies klaffen Fundamentaldaten und Börsenstimmung derzeit weit auseinander.
Bundeswehr schließt Palantir aus
Die wohl auffälligste Nachricht der Woche kam aus Berlin. Die Bundeswehr hat Palantir formell aus ihrem Beschaffungsprozess für eine Verteidigungs-Cloud ausgeschlossen. CEO Alex Karp reagierte scharf: Er verglich die Entscheidung mit „Gesprächen über Hexerei“ und verwies auf den bewährten Einsatz der Software in der Ukraine. Das Militär prüft nun europäische Alternativen.
Karp dürfte sich über den Zeitpunkt ärgern. Denn operativ läuft es gut.
Wachstum trifft Bewertungsskepsis
Anfang Mai meldete Palantir für das erste Quartal 2026 einen Umsatz von 1,63 Milliarden Dollar— ein Plus von knapp 85 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, deutlich über den Analystenerwartungen. Der Gewinn je Aktie lag bei 0,33 Dollar und übertraf ebenfalls den Konsens.
Trotzdem steht die Aktie unter Druck. Der Grund ist weniger das operative Geschäft als die Bewertung: Ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 167 lässt wenig Spielraum für Enttäuschungen. Retail-Investoren verkauften in der Woche bis zum 13. Mai netto rund 82 Millionen Dollar an Palantir-Aktien— Teil einer breiteren Rotation aus KI-Software in Halbleiter- und Speicherchip-Werte.
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Technisches Bild bleibt angespannt
An der Frankfurter Börse notiert die Aktie bei 115,38 Euro, rund 19 Prozent unter dem Jahresanfangsniveau. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt knapp 17 Prozent— ein Zeichen, dass die mittelfristige Dynamik noch nicht gedreht hat. Kurzfristig liefern sowohl der 50- als auch der 200-Tage-Durchschnitt Verkaufssignale.
Auf der Oberseite markieren 135 und 140 Dollar die nächsten Widerstände. Immerhin: Vom Zwischentief Mitte Mai erholte sich der Kurs um rund drei Prozent, der RSI liegt mit knapp 51 im neutralen Bereich.
Ob das reicht, hängt maßgeblich davon ab, wie lange die Rotation in Halbleiterwerte anhält. Palantir wächst schnell— die Frage ist, wie viel davon der Markt bei diesem Bewertungsniveau noch honoriert.
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