Palantir Aktie: Burry gegen Wood
Während ARK Invest Millionen in Palantir investiert, hält Michael Burry Put-Optionen gegen die Aktie. Die Quartalszahlen am 4. Mai sollen Klarheit im Bewertungsstreit bringen.

Kurz zusammengefasst
- ARK Invest kauft Palantir-Aktien im Wert von 11 Millionen
- Michael Burry hält Put-Optionen bis 2027
- Starkes Wachstum im US-Commercial-Geschäft
- Hohes KGV von 99 birgt Bewertungsrisiko
Cathie Wood kauft, Michael Burry wettet auf den Absturz. Selten war das Tauziehen um eine Aktie so offen wie bei Palantir — und der nächste Prüfstein kommt am 4. Mai.
ARK greift zu
ARK Invest hat am Dienstag 85.485 Palantir-Aktien im Wert von rund 11,15 Millionen Dollar erworben. Die Käufe verteilten sich auf fünf ETFs: ARKK, ARKQ, ARKW, ARKF und ARKX. Zeitgleich trennte sich ARK von 44.446 AMD-Aktien im Wert von etwa 10,52 Millionen Dollar. Der Tausch ist ein klares Signal: Wood schichtet in Palantir um, nicht aus.
Der Schritt überrascht kaum. Die Aktie notiert rund 35 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 179,86 Euro — für eine Investorin mit hoher Überzeugung ein günstiger Einstiegspunkt.
Burry hält dagegen
Auf der anderen Seite steht Michael Burry. Der bekannte Leerverkäufer hält Put-Optionen mit Laufzeiten bis Dezember 2026 und Juni 2027. Seine These: Palantir sei „maßlos überbewertet“ und verliere Terrain an Konkurrenten wie Anthropic, die KI-Integration einfacher und günstiger anbieten könnten.
Wedbush-Analyst Daniel Ives widerspricht scharf. Er nennt Burrys Einschätzung eine „fiktive Erzählung“, hält sein Kaufvotum aufrecht und setzt das Kursziel auf 230 Dollar. Als Beleg verweist er auf das US-Handelsgeschäft: 137 Prozent Wachstum im vierten Quartal 2025. Für 2026 peilt Palantir US-Commercial-Erlöse von mehr als 3,1 Milliarden Dollar an — ein Plus von mindestens 115 Prozent.
Fundamentaldaten vs. Bewertung
Das Wachstum ist real. Im Gesamtjahr 2025 legte der US-Commercial-Umsatz um 109 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar zu. Auf der Regierungsseite wurde das KI-System Maven Smart System im März offiziell als dauerhaftes Militärprogramm eingestuft — ein Schritt, der mehrjährige Budgetsicherheit bedeutet. Maven zählt inzwischen mehr als 20.000 aktive Nutzer, viermal so viele wie noch vor einem Jahr.
Das Problem bleibt die Bewertung. Bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 99 auf Basis der 2026er-Schätzungen ist wenig Spielraum für Enttäuschungen. Die Aktie liegt seit Jahresbeginn rund 19 Prozent im Minus.
Unter den 21 Analysten, die Palantir abdecken, votieren 14 mit Kaufen, 5 mit Halten und 2 mit Verkaufen. Das mittlere Kursziel liegt bei 194,61 Dollar — rund 52 Prozent über dem letzten Schlusskurs.
Am 4. Mai legt Palantir Erstquartalszahlen vor. Zwei Kennziffern werden den Ton setzen: das Tempo beim US-Commercial-Wachstum und die Margenentwicklung der KI-Plattform AIP. Wer von Wood und Burry richtig liegt, dürfte dann deutlich klarer sein.
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