Palantir Aktie: DA Davidson hebt Ziel auf 175 Dollar
Palantir erhält Kaufempfehlung und Kurszielerhöhung. Der Konzern setzt bei KI-Modellen auf Open Source und lokale Hardware.
Kurz zusammengefasst
- Analysten stufen Palantir auf Kaufen hoch
- Integration von Nvidias Open-Source-KI-Modellen
- Umsatzwachstum von 85 Prozent erzielt
- Aktie erholt sich trotz makroökonomischer Unsicherheit
Palantir blickt auf eine starke Woche zurück. Die Aktie kletterte in den vergangenen sieben Tagen um knapp 13 Prozent nach oben. Ein leichtes Minus am Freitag auf 112,28 Euro ändert nichts am positiven Gesamtbild. Ein prominentes Analysten-Upgrade und ein strategischer Kurswechsel sorgen für frischen Wind.
Analysten sehen massives Potenzial
Die Investmentbank DA Davidson liefert den Hauptauslöser für die jüngste Kursfantasie. Analyst Gil Luria stufte das Papier von „Neutral“ auf „Kaufen“ hoch. Er hob das Kursziel auf 175 US-Dollar an. Das entspricht rund 161,50 Euro. Palantir sei laut Luria mittlerweile in seine Bewertung hineingewachsen. Die Profitabilität des Unternehmens zieht spürbar an.
Der Experte sieht bei Palantir einen klaren Wettbewerbsvorteil im Bereich der KI-Orchestrierung. Damit wächst der Softwarekonzern schneller als Konkurrenten wie Snowflake oder Datadog. Die Kaufempfehlung folgt auf eine deutliche Korrektur. Zuvor war die Aktie um fast 38 Prozent von ihrem 52-Wochen-Hoch abgerutscht.
Neuer Ansatz bei KI-Modellen
Parallel dazu baut das Management die Produktarchitektur radikal um. Palantir integriert Nvidias quelloffene „Nemotron“-Modelle in seine Regierungsplattformen. CEO Alex Karp bestätigte den Wechsel mehrerer US-Behörden. Diese kehren proprietären KI-Modellen den Rücken. Stattdessen nutzen sie Open-Source-Alternativen für strengere Datensicherheit.
Karp kritisiert die traditionellen Token-Preismodelle vieler KI-Anbieter. Er bezeichnet diese für Großunternehmen und Regierungen als nicht nachhaltig. Kunden können die Nvidia-Modelle nun lokal auf eigener Hardware ausführen. Das Ziel: totale Datensouveränität. Dieser Ansatz zielt direkt auf klassifizierte Netzwerke und kritische Infrastruktur ab.
Wachstum trifft auf hohe Ziele
Der Markt verarbeitet derweil die starken Quartalszahlen. Palantir steigerte den Umsatz um 85 Prozent auf 1,63 Milliarden US-Dollar. Besonders das kommerzielle US-Geschäft glänzt mit einem Plus von 133 Prozent.
Der Vorstand gibt sich für den weiteren Jahresverlauf optimistisch. Das Management erwartet für das Gesamtjahr 2026 einen Umsatz von bis zu 7,66 Milliarden US-Dollar. Auf dem Weg dorthin muss die Aktie noch charttechnische Hürden nehmen.
Der Kurs pendelt aktuell leicht unter der 50-Tage-Linie von 115,34 Euro. Der RSI steht bei 51,8 Punkten und signalisiert neutrales Momentum. Palantir konnte sich zuletzt erfolgreich vom Abwärtsdruck im restlichen Halbleitersektor abkoppeln.
Makro-Faktoren im Blick
In den kommenden Wochen rücken makroökonomische Faktoren in den Fokus. SpaceX zieht im Juli 2026 in den Nasdaq-100 ein. Das lenkt viel Aufmerksamkeit auf die Technologieindizes. Davon könnten große Softwarewerte wie Palantir bei der Liquidität profitieren. Weitere Impulse versprechen die kommenden Monate. Dann liefert das Management neue Details zu den Partnerschaften mit Surf Air Mobility und Zeta Global.
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