Nach einem phänomenalen Lauf im Jahr 2025 erleben Anleger von Palantir ein böses Erwachen. Der Datenspezialist steht in den ersten Handelstagen des neuen Jahres unter erheblichem Abgabedruck und musste einen deutlichen Kursrücksetzer hinnehmen. Statt einer nahtlosen Fortsetzung der Rally dominieren Gewinnmitnahmen das Bild, während die extrem hohe Bewertung nun kritisch hinterfragt wird.
Gewinnmitnahmen und Sektor-Rotation
Die Stimmung hat sich zum Jahresauftakt spürbar abgekühlt. Marktbeobachter führen den aktuellen Kursrutsch primär auf steuerlich motivierte Strategien zurück. Viele Investoren haben ihre massiven Buchgewinne aus dem Vorjahr – die Aktie legte über 128 % zu – erst im neuen Steuerjahr 2026 realisiert, um Kapitalertragssteuern aufzuschieben. Dieser „Sell the News“-Effekt sorgt nun im Januar für geballten Verkaufsdruck.
Hinzu kommt eine breitere Rotation im Technologiesektor. Kapital fließt derzeit aus hoch bewerteten Software-Titeln ab und sucht Chancen in anderen Marktsegmenten. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 400 Milliarden US-Dollar bietet Palantir nach der jüngsten Rally eine große Angriffsfläche für Korrekturen, obwohl sich an den fundamentalen Aussichten – etwa durch laufende Verträge mit Regierungsbehörden – nichts geändert hat.
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Überhitzung wird abgebaut
Ein Blick auf die technischen Daten verrät, wie heiß die Aktie gelaufen war. Trotz des jüngsten Rücksetzers notiert der Relative-Stärke-Index (RSI) mit einem Wert von 78,8 weiterhin im überkauften Bereich, was die Anfälligkeit für Konsolidierungen unterstreicht. Vom kurz vor Weihnachten markierten 52-Wochen-Hoch bei 194,17 USD hat sich der Kurs mittlerweile um über 13 % entfernt.
- Aktueller Kurs: 167,86 USD
- Wochenverlust: -11,05 %
- Abstand zum 52-Wochen-Hoch: -13,55 %
- Volatilität (30 Tage): 63,30 %
Analysten werten die Bewegung als technische Bereinigung einer überhitzten Chartsituation. Die hohe Volatilität von über 63 % zeigt zudem, wie nervös die Marktteilnehmer aktuell agieren.
Der Fokus liegt nun auf der Stabilisierung. Anleger warten darauf, ob Käufer die niedrigeren Niveaus zum Wiedereinstieg nutzen oder ob sich die Korrektur ausweitet. Die nächste fundamentale Bestandsaufnahme erfolgt mit den Quartalszahlen, die für Mitte Februar erwartet werden. Bis dahin dürfte der Abbau der überkauften Situation das Handelsgeschehen bestimmen.
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