Palantir startet mit Gegenwind und großen Erwartungen ins neue Jahr. Einige Großinvestoren nutzen die hohen Kurse für deutliche Verkäufe, andere stocken ihre Positionen spürbar auf. Im Kern geht es um eine Frage: Rechtfertigt das aktuelle Wachstum noch die stark gestiegene Bewertung?
Gegensätzliche Signale von Institutionellen
Neue Pflichtmeldungen vom Wochenende zeigen, wie weit die Einschätzungen auseinandergehen.
Hartline Investment Corp hat sein Engagement deutlich reduziert. Das Haus trennte sich in der jüngsten Periode von 40.619 Aktien und senkte seine Position damit um rund 28 %. Der Bestand liegt nun bei 104.641 Papieren im Wert von rund 19,1 Millionen US-Dollar.
Auf der anderen Seite steht Amalgamated Bank. Die Bank erhöhte ihre Beteiligung um 6,0 % und kaufte zusätzlich 27.866 Aktien. Insgesamt hält sie nun 494.414 Anteile mit einem Volumen von etwa 90,2 Millionen US‑Dollar.
Dieser Gegensatz macht deutlich: Während ein Teil der Profianleger zunehmend vorsichtig wird, setzen andere weiter auf die Fortsetzung der Wachstumsstory – trotz bereits hoher Kursniveaus.
Bewertung, Wachstum und Insiderverkäufe
An der Börse hat sich Palantir in den vergangenen zwölf Monaten stark verteuert. Auf Wochensicht ergibt sich zwar ein Minus von 3,68 %, auf Sicht von 30 Tagen steht jedoch ein Plus von 13,20 %, im Jahresverlauf ein Zuwachs von 1,85 %. Auf Jahressicht hat sich der Kurs sogar mehr als verdoppelt. Der Schlusskurs vom Freitag lag bei 170,96 US‑Dollar, rund 12 % unter dem 52‑Wochen-Hoch, aber weit entfernt vom Tief bei gut 67 US‑Dollar.
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Diese Rally spiegelt sich in der Bewertung wider. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei etwa 407 und damit deutlich über dem Niveau des breiten Technologiesektors. Aus Marktsicht bedeutet das: Anleger bezahlen einen erheblichen Aufschlag für künftiges Wachstum und erwarten nahezu fehlerfreie operative Entwicklung.
Fundamental liefert Palantir bislang starke Zuwächse. Jüngste Angaben nennen ein kommerzielles Umsatzwachstum von 121 % im Jahresvergleich. Solche Raten stützen die Wachstumsstory und sind ein zentrales Argument der Käuferseite.
Gleichzeitig gibt es auch bremsende Faktoren. Neben den Verkäufen einzelner Institutioneller meldete das Unternehmen jüngst Insiderverkäufe: Direktorin Lauren Elaina Friedman Stat veräußerte zu Monatsbeginn 3.400 Aktien. Solche Transaktionen müssen nicht automatisch ein negatives Signal sein, tragen in einer ohnehin angespannten Bewertungssituation aber zur Vorsicht mancher Investoren bei.
Ausblick: Hohe Ansprüche an die Story
Die aktuellen Bewegungen zeigen einen Markt im Spannungsfeld zwischen beeindruckendem Wachstum und sehr hoher Bewertung. Auf der einen Seite stehen zweistellige Wachstumsraten im kommerziellen Geschäft und ein Kurs, der sich binnen zwölf Monaten mehr als verdoppelt hat. Auf der anderen Seite lasten ein KGV von über 400, erste Gewinnmitnahmen institutioneller Adressen und Insiderverkäufe auf der Stimmung.
Für die kommenden Wochen dürfte entscheidend sein, ob Palantir die hohen Erwartungen mit weiteren starken operativen Zahlen untermauern kann und ob der Markt hoch bewertete KI-Titel insgesamt weiter trägt. Gelingt das, bleibt das Bewertungsniveau vorerst stabil; schwächere Signale bei Wachstum oder Margen würden den Druck auf die Aktie spürbar erhöhen.
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