Palantir Aktie: Institutionelle Käufer, NHS-Risiko
Palantir übertrifft Umsatzerwartungen deutlich, doch ein möglicher Vertragsbruch im britischen Gesundheitswesen und umfangreiche Aktienverkäufe von Insidern schaffen Unsicherheit.

Kurz zusammengefasst
- Umsatzwachstum von 70 Prozent im vierten Quartal
- Prüfung des NHS-Vertrags durch britische Minister
- Insider verkauften Aktien im Wert von 140 Millionen USD
- Institutionelle Investoren bauen ihre Positionen aus
Starke Quartalszahlen, wachsendes institutionelles Interesse — und gleichzeitig ein möglicher Vertragsbruch in Großbritannien. Palantir bewegt sich derzeit auf mehreren Fronten.
Solides Wachstum, hohe Bewertung
Im vierten Quartal 2025 übertraf Palantir die Erwartungen: Der Umsatz kletterte auf 1,41 Milliarden USD — ein Plus von 70 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Beim Gewinn je Aktie wurden 0,25 USD erzielt, gegenüber einem Konsensschätzung von 0,23 USD. Dieses Wachstumstempo hat seinen Preis: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei rund 227, was die Aktie anfällig für Stimmungsschwankungen macht.
Trotzdem bauen institutionelle Investoren ihre Positionen aus. Generali Investments CEE stieg im Schlussquartal 2025 neu ein und erwarb rund 6.750 Aktien. Spire Wealth Management erhöhte seinen Bestand um 6,8 Prozent auf insgesamt 85.659 Aktien mit einem Marktwert von rund 15,2 Millionen USD.
NHS-Vertrag unter Beobachtung
Auf der anderen Seite wächst der Gegenwind aus Großbritannien. Britische Regierungsminister prüfen derzeit eine Ausstiegsklausel im 330-Millionen-Pfund-Vertrag mit dem National Health Service — einem siebenjährigen Abkommen für eine nationale Datenplattform, das 2023 unterzeichnet wurde. Die Klausel könnte 2027 gezogen werden. Hintergrund sind Debatten über Datenschutz und Palantirs Nähe zum Rüstungssektor. Auch in den USA haben einzelne Gesundheitsdienstleister bestehende Verträge offenbar bereits beendet.
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Parallel dazu haben Unternehmensinsider in den vergangenen 90 Tagen Aktien im Wert von rund 140,5 Millionen USD verkauft — insgesamt über eine Million Anteilsscheine. Das steht in einem gewissen Kontrast zur gleichzeitigen Aufstockung durch externe Vermögensverwalter.
Karps Blick auf KI und Arbeit
CEO Alex Karp nutzte zuletzt öffentliche Auftritte, um seine Einschätzung zur Wirkung von KI auf den Arbeitsmarkt zu skizzieren. Seiner Ansicht nach profitieren vor allem Handwerker sowie neurodivergente Menschen vom KI-Wandel, da Routineaufgaben im Bürobereich zunehmend automatisiert werden. Palantir hat dazu eigene Stipendienprogramme für neurodivergente Talente und Schulabgänger ohne Hochschulabschluss aufgelegt.
Die Aktie notiert aktuell rund 13 Prozent unter dem Stand vom Jahresbeginn — in einem Technologiesektor, der zuletzt erheblich unter Druck stand. Analysten sehen im Schnitt ein Kursziel von 198,59 USD und stufen den Titel mit „Moderate Buy“ ein. Ob der NHS-Vertrag tatsächlich 2027 aufgekündigt wird, dürfte für die Bewertung des internationalen Geschäfts ein entscheidender Datenpunkt werden.
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