Palantir Aktie: Nachhaltige Schritte

Nach deutlicher Kurskorrektur steht Palantirs KI-Plattform AIP vor dem Bewährungsprobe. Die Quartalszahlen und der Ausblick für 2026 entscheiden über die weitere Bewertung des Wachstumstitels.

Kurz zusammengefasst:
  • Aktie nach starkem Jahr 2025 deutlich korrigiert
  • Fokus auf Umsatzausblick und Monetarisierung von AIP
  • Hohe Erwartungen nach Rekordquartal im dritten Quartal
  • Entscheidender Bericht am 2. Februar 2026

Palantir steht vor einem wichtigen Belastungstest. Nach einem außergewöhnlich starken Jahr 2025 hat die Aktie zuletzt deutlich an Höhe verloren, während die Erwartungen an das Geschäftsmodell eher gestiegen sind. Im Zentrum steht nun eine Frage: Reicht die Wachstumsdynamik der KI-Plattform AIP aus, um die aktuelle Bewertung zu rechtfertigen?

Deutliche Korrektur vor dem Quartalsbericht

Die Aktie notiert aktuell bei 138,02 Euro und damit klar unter den Höchstständen aus dem vergangenen Jahr. Auf Sicht von 30 Tagen ergibt sich ein Rückgang von gut 25 %, der Titel hat sich fast 29 % vom 52‑Wochen-Hoch entfernt. Nach dem starken Lauf 2025 ist das eine spürbare Neubewertung.

Palantir

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Auffällig: Trotz dieser Korrektur liegt der Kurs immer noch rund 104 % über dem 52‑Wochen-Tief. Das zeigt, wie rasant der Anstieg zuvor verlaufen ist – und wie sensibel der Markt nun auf jede Enttäuschung reagiert. Der 50‑Tage-Durchschnitt bei 163,94 Euro wird aktuell deutlich unterschritten, was den Konsolidierungscharakter der Bewegung unterstreicht.

Charttechnisch rückt damit vor allem die Frage in den Vordergrund, ob die Aktie vor den Zahlen einen stabilen Boden ausbilden kann oder ob weitere Rücksetzer nötig sind, um die Gewinnfantasie mit der Bewertung in Einklang zu bringen.

Quartalszahlen als Bewährungsprobe

Am Montag, den 2. Februar 2026, nach US-Börsenschluss, legt Palantir die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor. Der Termin ist entscheidend, weil das Unternehmen nach einem außergewöhnlich starken dritten Quartal die Messlatte selbst sehr hoch gelegt hat.

Im Q3 2025 hatte Palantir Kennzahlen präsentiert, die deutlich über den Konsensschätzungen lagen:

  • Umsatzwachstum von 63 % im Jahresvergleich auf 1,18 Mrd. US‑Dollar
  • US‑Kommerzgeschäft mit einem Sprung von 121 % dank der schnellen Skalierung der AIP‑„Bootcamps“
  • Ein „Rule of 40“-Wert von 114 %, also die Summe aus Wachstum und Profitabilität – ein außergewöhnlich hoher Wert für ein Wachstumsunternehmen

Dieser Mix aus starkem Wachstum und klarer Profitabilität hat die Story rund um die KI-Plattform AIP enorm befeuert. Entsprechend hoch sind nun die Erwartungen, dass Palantir diese Dynamik auch im Schlussquartal 2025 bestätigen und in das Jahr 2026 hinein verlängern kann.

Die jüngste Kurskorrektur lässt jedoch erkennen, dass der Markt nach dem Rekordjahr nicht mehr nur auf Schlagzeilenwachstum setzt, sondern auf belastbare Beweise für die Nachhaltigkeit dieses Trends.

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Worauf Anleger jetzt achten

Mit dem anstehenden Bericht rückt die Zukunftsperspektive stärker in den Mittelpunkt als die reinen Q4-Zahlen. Besonders drei Punkte stehen im Fokus:

  1. Umsatzausblick 2026
    Nach 63 % Wachstum in Q3 2025 erwarten Marktteilnehmer Hinweise, ob Palantir weiterhin Wachstumsraten oberhalb von 50 % anpeilt – und das trotz zunehmend höherer Vergleichsbasis. Ein Ausblick, der klar darunter liegt, dürfte die Bewertungsdiskussion neu entfachen.

  2. Monetarisierung der AIP-Plattform
    Die AIP‑„Bootcamps“ waren ein zentraler Wachstumstreiber im US‑Kommerzgeschäft. Entscheidend wird nun, wie viele Testkunden in längerfristige, zahlende Verträge übergehen und wie sich daraus wiederkehrende Umsätze entwickeln. Konkrete Kennzahlen oder Konversionsraten könnten hier zum Kurstreiber werden.

  3. Stabilität im Regierungssegment
    Während das kommerzielle Geschäft zuletzt die Schlagzeilen dominierte, bleibt das Regierungsgeschäft eine wichtige Stütze. Kontinuität und planbare Vertragsverlängerungen in diesem Bereich helfen, die stärkeren Schwankungen im kommerziellen Segment auszugleichen.

Die deutliche Neubewertung der Aktie im Januar signalisiert, dass der Markt kaum Spielraum für Enttäuschungen einpreist. Um die aktuelle Konsolidierung zu beenden, dürfte ein klassisches „Beat-and-Raise“-Szenario nötig sein: Also nicht nur bessere Zahlen als erwartet, sondern auch ein überzeugender Ausblick auf 2026.

Fazit: Hohe Latte vor dem 2. Februar

Palantir geht mit einer Kombination aus starkem Vorquartal, hohen Erwartungen und spürbarer Kurskorrektur in die Zahlen. Einerseits zeigt der Kursabstand zum Hoch, dass ein Teil der Euphorie bereits abgebaut wurde. Andererseits bleibt die Bewertung anspruchsvoll, solange das Wachstumstempo und die Monetarisierung von AIP nicht klar untermauert werden.

Am 2. Februar liefert das Management mit den Q4- und Jahreszahlen sowie dem Ausblick für 2026 die entscheidenden Puzzleteile. Je nachdem, ob Wachstum, Profitabilität und Guidance an das Rekordquartal anknüpfen können, entscheidet sich, ob die aktuelle Schwächephase als normale Verschnaufpause durchgeht oder ob die Neubewertung der Aktie in eine nächste Runde geht.

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