Auf der hauseigenen Kundenkonferenz AIPCon 9 hat Palantir eine ganze Reihe neuer Partnerschaften präsentiert. Von Nvidia über GE Aerospace bis hin zur Urananreicherung – der Softwarekonzern verankert seine Künstliche Intelligenz zunehmend in der kritischen Infrastruktur. Während die fundamentale Entwicklung beeindruckt, sorgt die sportliche Bewertung an der Börse weiterhin für Diskussionen.
KI als operatives Rückgrat
Im Zentrum der jüngsten Ankündigungen steht eine weitreichende Kooperation mit Nvidia. Gemeinsam wollen die Unternehmen eine schlüsselfertige KI-Rechenzentrumsarchitektur für Regierungen und regulierte Branchen anbieten. Kunden behalten dabei die volle Kontrolle über ihre Daten und Modelle. Dieser Schritt unterstreicht Palantirs Strategie, sich als unverzichtbare Softwareschicht für sicherheitsrelevante Anwendungen zu etablieren.
Auch abseits von Nvidia baut das Unternehmen seine Reichweite massiv aus. Die neuen mehrjährigen Verträge erstrecken sich über verschiedenste Sektoren:
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- GE Aerospace: Optimierung der militärischen Luftfahrtbereitschaft und der Lieferketten für die US Air Force.
- Centrus Energy: KI-gestützte Effizienzsteigerung bei der Urananreicherung mit einem identifizierten Einsparpotenzial von fast 300 Millionen US-Dollar.
- Ondas & World View: Entwicklung einer nachrichtendienstlichen Plattform für Drohnen und Stratosphärenballons.
- LG CNS: Skalierung von KI-Lösungen im Fertigungs- und Logistikbereich des gesamten LG-Konzerns.
Starkes Wachstum trifft auf hohe Erwartungen
Die operative Geschäftsentwicklung stützt den Expansionskurs. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 kletterte der Umsatz um 56 Prozent auf knapp 4,5 Milliarden US-Dollar, während der Nettogewinn 1,6 Milliarden US-Dollar erreichte. Besonders das US-Geschäftskundensegment glänzte mit einem dreistelligen Wachstum. An der Börse spiegelt sich dieser langfristige Erfolg in einem Kursplus von fast 80 Prozent auf Zwölfmonatssicht wider, auch wenn die Aktie nach einem schwächeren Jahresstart am Freitag bei 131,82 Euro schloss.
Das rasante Wachstum hat jedoch seinen Preis. Mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von über 80 ist das Papier extrem ambitioniert bewertet. Der Markt preist eine fehlerfreie Zukunft ein – jede Wachstumsdelle könnte bei dieser Fallhöhe empfindliche Korrekturen auslösen.
Analysten zeigen sich angesichts der vollen Auftragsbücher dennoch überwiegend optimistisch. Die Bank of America sieht durch die Skalierung neuer Anwendungsfälle weiteres Potenzial und ruft ein Kursziel von 255 US-Dollar aus. Für das laufende Jahr 2026 rechnet das Management mit einem erneuten Umsatzsprung auf rund 7,2 Milliarden US-Dollar. Die entscheidende Aufgabe für Palantir besteht nun darin, die frisch geschlossenen Partnerschaften zügig in messbare Erträge umzuwandeln, um die hohe Bewertung zu rechtfertigen.
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