Palantir Aktie: Trump gegen Burry
Die Palantir-Aktie steht zwischen politischem Lob und fundamentaler Kritik. Während Trump das Unternehmen preist, setzt Michael Burry auf fallende Kurse. Analysten verweisen auf starkes Wachstum, Insider verkaufen.

Kurz zusammengefasst
- Trump lobt Palantir öffentlich über Tickersymbol
- Michael Burry setzt massiv auf Kursverfall
- Starkes Umsatzwachstum bei US-Kunden
- Insider verkaufen Aktien im hohen Wert
Der US-Präsident lobt das Unternehmen öffentlich, während einer der bekanntesten Leerverkäufer der Wall Street auf fallende Kurse setzt. Bei Palantir prallen derzeit extreme Gegensätze aufeinander. Die Aktie versucht nach einem wochenlangen Abverkauf eine Stabilisierung. Aktuell notiert das Papier bei 114,26 Euro und verzeichnet ein leichtes Tagesplus von 1,73 Prozent. Auf Sicht des laufenden Jahres steht allerdings ein Minus von gut 20 Prozent zu Buche. Der Kurs hat sich weit von der 200-Tage-Linie bei 141,62 Euro entfernt.
Politisches Lob verpufft
Donald Trump sorgte am vergangenen Freitag für ein Novum. Als erster amtierender US-Präsident empfahl er eine Aktie direkt über das Tickersymbol. Auf seiner Plattform Truth Social lobte er die militärischen Fähigkeiten von Palantir. Das US-Militär nutzt die KI-Plattform Maven des Unternehmens für die Zielerfassung im Nahen Osten. Der Kurs sprang kurzzeitig an. Die Gewinne schmolzen jedoch schnell wieder ab. Politische Stimmung allein reicht nicht aus, um fundamentale Bedenken zu zerstreuen.
Leerverkäufer sieht Überbewertung
Michael Burry hält massiv dagegen. Der bekannte Investor wettet über Put-Optionen auf einen Kursverfall. Er bezeichnet Palantir als massiv überbewertet. Burry verweist auf den Konkurrenten Anthropic. Das Start-up erreichte nach nur fünf Jahren eine jährliche Umsatzrate von 30 Milliarden US-Dollar. Palantir brauchte 20 Jahre für die Marke von fünf Milliarden US-Dollar. Anthropic bietet laut Burry die intuitiveren und günstigeren Lösungen für Unternehmen.
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Analysten verweisen auf Wachstum
Wedbush-Analyst Dan Ives widerspricht dieser Darstellung vehement. Er nennt Burrys These ein fiktionales Narrativ. Ives stellt die tiefe Integration der Palantir-Software in Regierungsbehörden in den Vordergrund. Die jüngsten Quartalszahlen stützen seinen Optimismus:
- Umsatz im US-Geschäftskundensegment: +137 Prozent im Jahresvergleich.
- Umsatz im US-Regierungsgeschäft: +66 Prozent im Jahresvergleich.
- Gesamtumsatz im vierten Quartal: 1,4 Milliarden US-Dollar (+70 Prozent).
Insider machen Kasse
Ein zentraler Schwachpunkt bleibt die hohe Bewertung. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei extremen 202. Parallel dazu trennt sich das Management von eigenen Anteilen. Insider verkauften in den vergangenen drei Monaten Aktien im Wert von 433 Millionen US-Dollar. Käufe aus der Führungsetage gab es im selben Zeitraum keine. Marktbeobachter werten dies oft als mangelndes Vertrauen in das aktuelle Preisniveau.
Am 11. Mai legt Palantir die Zahlen für das erste Quartal vor. Das Management peilt einen Umsatz von rund 1,53 Milliarden US-Dollar an. Verfehlt das Unternehmen diese Prognose, droht ein weiterer Test der Unterstützung beim 52-Wochen-Tief von 81,39 Euro.
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