Palantir: DZ Bank initiiert mit $175-Ziel
Trotz eines 300-Millionen-Dollar-Deals mit dem USDA fällt die Palantir-Aktie. Analysten sehen die hohe Bewertung als Belastungsfaktor.

Kurz zusammengefasst
- Großauftrag vom US-Landwirtschaftsministerium
- Aktie trotz positiver Analystenstimmen im Minus
- Zahlung an mehrjährige Meilensteine geknüpft
- Quartalszahlen am 4. Mai mit Spannung erwartet
Ein millionenschwerer Regierungsauftrag und eine frische Kaufempfehlung reichen manchmal nicht aus, um dem breiten Markttrend zu trotzen. Palantir baut seine Präsenz in US-Zivilbehörden massiv aus und sichert sich einen Vertrag über 300 Millionen US-Dollar mit dem Landwirtschaftsministerium. Die Aktie reagiert am Donnerstag dennoch mit Verlusten.
Zivile Expansion statt reiner Rüstung
Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) vergibt den Auftrag ohne vorherige Ausschreibung an den Datenanalysten. Bis 2028 soll Palantir im Rahmen der Initiative „One Farmer, One File“ sämtliche bundesweiten Agrardaten auf seiner Foundry-Plattform konsolidieren. Im Fokus stehen dabei der Schutz vor Betrug und ausländischer Einflussnahme.
Der Deal festigt die Rolle des Unternehmens abseits der klassischen Rüstungsaufträge. Es ist bereits das dritte große Bundesprojekt innerhalb eines Vierteljahres. Die Vergütung fließt indes nicht sofort. Insidern zufolge ist die Auszahlung an mehrjährige Meilensteine geknüpft. Palantir muss den Mehrwert der Software erst beweisen, um die volle Summe zu erhalten.
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Hohe Bewertung bremst Euphorie
Parallel dazu erhält das Papier Rückenwind von Analystenseite. Die DZ Bank nimmt die Abdeckung mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 175 US-Dollar auf. Am Markt verpufft diese Nachricht weitgehend. Die Aktie gibt am Donnerstag um gut vier Prozent nach und notiert bei 124,28 Euro. Damit rutscht der Kurs wieder in die unmittelbare Nähe der 50-Tage-Linie.
Der Rücksetzer spiegelt ein tieferliegendes Problem wider. Palantir wird an der Börse mit einem erheblichen Aufschlag gehandelt. Das Management peilt für das Gesamtjahr ein Umsatzwachstum von gut 60 Prozent an. Analysten prognostizieren für das Regierungsgeschäft allerdings eine deutliche Verlangsamung. Die Wachstumsraten in diesem Segment könnten sich bis zum kommenden Jahr fast halbieren.
Am 4. Mai 2026 präsentiert Palantir die Ergebnisse für das abgelaufene Quartal. Der Bericht wird den Beweis liefern müssen, wie schnell sich die neuen Behördenaufträge tatsächlich in den Büchern niederschlagen. Liefert das Zivilgeschäft nicht die erhofften Impulse, dürfte die Diskussion um die ambitionierte Bewertung des Datenkonzerns weiter an Schärfe gewinnen.
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