Partners Group Aktie: 2,3 Milliarden für Aroma-Zone
Partners Group verhandelt exklusiv über die Mehrheit an Aroma-Zone. Der Deal bewertet die Kosmetikmarke mit rund 2,3 Milliarden Dollar.

Kurz zusammengefasst
- Exklusive Gespräche über Aroma-Zone-Mehrheit
- Unternehmenswert von 2,3 Milliarden Dollar
- Weitere Milliarden-Investition in AVK Power
- Aktienrückkauf trotz schwacher Kursentwicklung
Partners Group ist am Donnerstag in exklusive Gespräche zum Erwerb der Mehrheit an Aroma-Zone eingetreten. Verkäuferin ist Eurazeo, die im Zuge der Transaktion eine signifikante Minderheitsbeteiligung an dem Kosmetik- und Duftstoffhersteller behalten würde.
Laut Reuters bewertet der Deal die Marke mit rund 2,3 Milliarden US-Dollar inklusive Schulden. Der Erwerb soll über das Direct-Private-Equity-Programm von Partners Group erfolgen, mit dem der Zuger Vermögensverwalter direkt an Unternehmen beteiligt bleibt statt nur über Fonds Dritter.
Der geplante Zukauf reiht sich in eine Serie von Investitionsentscheidungen ein, die Partners Group zuletzt getroffen hat. Erst am vergangenen Donnerstag hatte das Unternehmen mitgeteilt, für die Übernahme von AVK Power Solutions zunächst mehr als eine Milliarde US-Dollar Eigenkapital bereitzustellen, ergänzt durch Fremdkapital.
Das Management von AVK soll dabei eine Minderheitsbeteiligung behalten. Zusammen zeigen beide Transaktionen, dass Partners Group sein direktes Beteiligungsgeschäft trotz eines schwierigen Marktumfelds für die Aktie ungebremst vorantreibt.
Portfoliounternehmen liefern operative Stärke
Neben den Übernahmeplänen meldete Partners Group am Montag starkes Wachstum bei zwei direkten Private-Equity-Beteiligungen mit Exponierung zum US-Markt für Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik.
Der Bericht bezieht sich auf die operative Entwicklung der Portfoliounternehmen selbst, nicht auf eine neue Konzernprognose. Für Anleger ist das dennoch ein Signal: Während die Aktie unter Druck steht, entwickeln sich zentrale Beteiligungen im direkten Geschäft offenbar solide weiter.
Aktie bleibt unter Druck, Rückkäufe laufen weiter
An der Börse hat sich die Investitionsoffensive bislang nicht in einer Kurserholung niedergeschlagen. Das Papier schloss am Freitag bei 773,20 Euro, nahezu unverändert zum Vortag, liegt aber seit Jahresbeginn 27 Prozent im Minus. Auf Sicht von zwölf Monaten beträgt der Rückgang 34 Prozent, und zum 52-Wochen-Hoch von 1.240,00 Euro vom 2. September fehlen der Aktie 38 Prozent.
Immerhin notiert der Kurs gut 13 Prozent über dem 52-Wochen-Tief und rund 3,5 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt von 747,08 Euro – ein Hinweis auf eine gewisse kurzfristige Stabilisierung nach dem starken Abverkauf der vergangenen Monate.
Parallel zu den milliardenschweren Übernahmeplänen setzt Partners Group Private Equity Limited ihr laufendes Aktienrückkaufprogramm fort, das im Oktober vergangenen Jahres angekündigt wurde.
Am Montag kaufte die Gesellschaft 11.000 eigene Aktien zu einem gewichteten Durchschnittspreis von 7,243269 Euro zurück. Die Rückkäufe sollen offenbar Vertrauen in den langfristigen Wert der Beteiligung signalisieren, auch wenn sie die Kursschwäche der Konzernaktie bislang nicht aufgehalten haben.
Erst am Dienstag hatte die Deutsche Bank ihre Einstufung für Partners Group von „Kaufen“ auf „Halten“ gesenkt und das Kursziel von 840 auf 785 Schweizer Franken reduziert. Die Anpassung fiel in eine Woche, in der das Unternehmen gleich mehrere große Transaktionen ankündigte – ein Kontrast, der zeigt, wie unterschiedlich operative Dynamik und Marktbewertung derzeit auseinanderlaufen.
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