Partners Group Aktie: Dementi am 12. Juni
Partners Group weist Gerüchte über eingefrorene Fonds zurück. Der Vermögensverwalter hält an seinen Jahreszielen fest und erwartet weiterhin hohe Zuflüsse.

Kurz zusammengefasst
- Fonds-Einfrierung dementiert
- Management bekräftigt Jahresziele
- Aktie erholt sich leicht
- Nächste Zahlen Mitte Juli
Partners Group wehrt sich gegen Spekulationen. Der Vermögensverwalter hat am 12. Juni Gerüchte über eine angebliche Einfrierung seiner Evergreen-Fonds kategorisch zurückgewiesen. Die Portfolios seien gesund.
Das Management sieht keinen Grund für drastische Maßnahmen. Beide Vehikel investieren weiter aktiv und nehmen neues Kapital an. Laufende Ausschüttungen aus den Portfolios stützen die Liquidität. Seit Jahresbeginn betragen diese rund acht Prozent. Hinzu kommen ungenutzte Kreditlinien.
Ursprung der Nervosität
Der unruhige Markt hat eine klare Vorgeschichte. Im zweiten Quartal stiegen die Rücknahmeanträge für den Global Value SICAV Fund auf knapp zehn Prozent. Daraufhin begrenzte Partners Group die Auszahlungen auf fünf Prozent des Nettoinventarwerts.
Das weckte böse Erinnerungen. Im April hatte der Leerverkäufer Grizzly Research dem Unternehmen eine Überbewertung vorgeworfen. Die Liquiditätsmaßnahmen vom Juni wirkten auf viele Beobachter wie eine Bestätigung dieser alten Zweifel.
Private Anleger machen Druck
Vor allem wohlhabende Privatkunden ziehen aktuell Gelder ab. Sie stellen ein Fünftel der verwalteten Vermögen. Institutionelle Investoren verhalten sich deutlich stabiler.
Dennoch hält das Management an seinen Zielen fest. Der Konzern erwartet in diesem Jahr Brutto-Neugeldzuflüsse von bis zu 32 Milliarden US-Dollar. Die Zeichnungen in der Evergreen-Produktlinie sollen die Abflüsse im ersten Halbjahr übersteigen.
Angespannte Charttechnik
Am Freitag schloss die Aktie bei 767,00 Euro. Das entspricht einem leichten Tagesplus von 1,43 Prozent. Die mittelfristige Bilanz fällt deutlich schwächer aus. Seit Jahresbeginn verlor das Papier ein knappes Drittel an Wert.
Die technische Lage bleibt angespannt. Der RSI notiert bei 28,7 und signalisiert einen überverkauften Zustand. Der Abstand zum Jahreshoch liegt mittlerweile bei massiven 37 Prozent.
Der nächste Prüfstein
Das offizielle Dementi beruhigt die Lage vorerst. Am 15. Juli veröffentlicht Partners Group neue Zahlen zum verwalteten Vermögen.
Dann erhalten Investoren einen konkreten Einblick in die tatsächlichen Kapitalflüsse. Bestätigen die Daten die positive Prognose des Managements, könnte sich der Kurs nachhaltig stabilisieren. Enttäuschen die Zahlen, droht ein erneuter Test des jüngsten Jahrestiefs.
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