Starke Jahreszahlen — und trotzdem ein Kurseinbruch. Partners Group lieferte für 2025 operative Bestleistungen, doch der Markt strafte die Aktie ab. Der Grund: Was 2025 so glänzend aussieht, könnte 2026 deutlich weniger Glanz haben.
Rekordzahlen mit einem Haken
Der Schweizer Private-Markets-Manager steigerte den Gesamtumsatz 2025 um 20 Prozent auf 2,56 Milliarden CHF. Besonders auffällig: Die Performance-Gebühren sprangen um 60 Prozent auf 819 Millionen CHF — fast ein Drittel des Gesamtumsatzes. Das verwaltete Vermögen kletterte auf 185 Milliarden USD, nach 152 Milliarden im Vorjahr.
Hinter diesen Zahlen steckt allerdings ein Timing-Effekt. Bestimmte Transaktionen, die eigentlich erst 2026 anfallen sollten, wurden vorgezogen und bereits im Vorjahr abgeschlossen. Das Ergebnis: außergewöhnlich hohe Erträge im Rückblick — und gedämpfte Erwartungen für das laufende Jahr. Das Management rechnet für 2026 damit, dass Performance-Einnahmen eher am unteren Ende der Zielspanne von 25 bis 40 Prozent des Gesamtumsatzes landen werden.
Investoren zweifeln entsprechend an der Nachhaltigkeit dieser Ertragskomponente, die stark von Exit-Aktivitäten abhängt.
Infrastruktur-Highlight und strategische Weichenstellungen
Ein konkretes Beispiel für die Exit-Stärke: Partners Group vereinbarte den Verkauf der pan-nordischen Rechenzentrumsplattform atNorth an CPP Investments und Equinix zu einem Enterprise Value von 4 Milliarden USD. Unter Partners Groups Eigentümerschaft stieg das kontrahierte EBITDA um das 14-Fache — die Transaktion erzielte jährliche Renditen von über 30 Prozent. Bemerkenswert: Das Unternehmen behält bis zu 10 Prozent der Anteile und bleibt damit im KI-getriebenen Rechenzentrumssegment investiert.
Strukturell wächst die Bedeutung maßgeschneiderter Lösungen für institutionelle Kunden. Sogenannte Bespoke Solutions machten 2025 bereits 57 Prozent des verwalteten Vermögens aus — gegenüber 39 Prozent im Jahr 2015. Für 2026 erwartet Partners Group eine Brutto-Kundennachfrage von 26 bis 32 Milliarden USD.
Kurs auf Jahrestief
Die Reaktion des Marktes auf die Zahlen war eindeutig. Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 18 Prozent verloren und notiert aktuell nahe ihrem 52-Wochen-Tief bei 893 Euro — rund 30 Prozent unter dem Hochpunkt von 1.278 Euro aus dem Mai 2025. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt knapp 18 Prozent.
Zusätzlich verlegte Partners Group seine jährliche globale Investorenveranstaltung von Abu Dhabi in die Schweiz — Hintergrund ist die Absage von Veranstaltungen in der Region aufgrund geopolitischer Spannungen. Die Kunden-Hauptversammlung findet nun am 13. und 14. April in der Nähe von Zürich statt.
Der Verwaltungsrat schlägt für die Generalversammlung am 20. Mai eine Dividendenerhöhung um 10 Prozent auf 46,00 CHF je Aktie vor. Langfristig hält das Unternehmen an seinem Ziel fest, das verwaltete Vermögen bis 2033 auf 450 Milliarden USD auszubauen. Ob der Kurs bis dahin wieder Fahrt aufnimmt, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell sich die Exit-Pipeline im weiteren Jahresverlauf füllt.
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