PayPal Aktie: Analysten rechnen neu
Nach dem Rückzug von Advent und Stripe reduzieren mehrere Analysehäuser ihre Kursziele für PayPal. Der Konsens bleibt insgesamt neutral.
Kurz zusammengefasst
- Advent und Stripe ziehen Kaufpläne zurück
- PayPal-Aktie verliert 12,71 Prozent
- Mehrere Häuser reduzieren ihre Kursziele
- Übernahme bleibt weiterhin unentschieden
Die Übernahmefantasie ist verpufft, jetzt zieht eine Analystenreihe die Konsequenzen. Nachdem Advent International und Stripe ihre Kaufpläne für PayPal nicht weiterverfolgen, kappen mehrere Häuser reihenweise ihre Kursziele. Für Anleger bedeutet das: Der Blick richtet sich wieder auf die operativen Zahlen statt auf ein mögliches Übernahmeangebot.
Vom Angebot zum Rückzieher
Advent und Stripe hatten PayPal zuvor 60,50 US-Dollar je Aktie geboten, umgerechnet rund 53 Milliarden US-Dollar für den gesamten Konzern. Der Verwaltungsrat bewertete den Vorstoß als unzureichend. Als der Rückzug der beiden Interessenten bekannt wurde, geriet die Aktie zeitweise um bis zu 13 Prozent unter Druck und schloss mit einem Minus von 12,71 Prozent bei 53,66 US-Dollar.
Truist Financial senkte das Kursziel von 62 auf 53 US-Dollar, das Rating bleibt bei „Hold“. Clear Street kürzte von 61 auf 55 US-Dollar, ebenfalls bei „Hold“ – Analyst Owen Lau verwies darauf, dass die Aktie trotz des Kurseinbruchs weiterhin über dem Niveau von etwa 47 US-Dollar notiert, auf dem sie stand, bevor die Übernahmegespräche im Juli erstmals bekannt wurden. Bereits davor hatte Loop Capital Markets von 62 auf 50 US-Dollar gesenkt.
Der Analystenkonsens aus 29 Häusern fällt insgesamt neutral aus: vier „Buy“-, 23 „Hold“- und zwei „Sell“-Einstufungen bei einem mittleren Kursziel von 58,13 US-Dollar. Die Spanne reicht von 45 bis 70 US-Dollar – ein Zeichen dafür, dass sich die Einschätzungen zum weiteren Kurs noch nicht gefestigt haben.
Verhandlungstaktik oder endgültiges Aus?
Ob das Thema Übernahme damit erledigt ist, bleibt unklar. Truist-Analyst Matthew Coad hält es für möglich, dass der Rückzug lediglich eine Verhandlungstaktik ist, um den Kaufpreis zu drücken.
Zugleich äußerte er Zweifel an der strategischen Logik einer Stripe-Übernahme von PayPal überhaupt. Auch der Umstand, dass die Aktie trotz des Kurseinbruchs weiterhin über dem Vor-Gerüchte-Niveau notiert, könnte einen späteren, günstigeren Vorstoß für Interessenten attraktiv machen.
Institutionelle Investoren positionieren sich derweil unterschiedlich: Die Commerzbank etwa stockte ihre PayPal-Position im zweiten Quartal 2026 auf das rund 116-Fache auf, kam damit aber nur auf einen Portfolioanteil von 1,3 Prozent – für die Top Ten des US-Depots reichte der Sprung nicht.
Kurzfristig dürfte sich der Fokus der Anleger auf den laufenden Konzernumbau und die nächsten Quartalszahlen richten. Ohne die Übernahmeprämie muss sich PayPal wieder rein über operative Fortschritte beweisen.
PayPal-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue PayPal-Analyse vom 1. September liefert die Antwort:
Die neusten PayPal-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für PayPal-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 1. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
PayPal: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...